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Regionalsport

Harter Ironman für Giglmayr:"Heuer war es ein Gemetzel"

Nach zwei Ausfällen versuchte es Andreas Giglmayr beim Ironman in Klagenfurt mit einer neuen Taktik. Schließlich musste aber auch er den Strapazen Tribut zollen und landete auf Rang sieben.

Auf der Radstrecke hatte er zuvor versucht, Kräfte zu sparen. SN/apa
Auf der Radstrecke hatte er zuvor versucht, Kräfte zu sparen.

Dass Andreas Giglmayr beim Ironman Austria in Klagenfurt alles gegeben hat, war im Zielgelände unübersehbar. Minutenlang hing er erschöpft an der Bande, ehe er wieder genug Luft hatte, um über sein Rennen erzählen zu können. "Nach den letzten Ausfällen bin ich erst einmal froh, hier wieder ins Ziel gekommen zu sein", resümierte der 35-jährige St. Georgner, der sich eigentlich mehr als einen siebten Platz erhofft hatte.

Als offizielles Ziel hatte er nach seinen enttäuschenden Starts 2015 und 2018 zwar nur eine einstellige Platzierung ausgegeben, insgeheim wollte er aber den Sprung aufs Siegespodest schaffen. Den hatte Giglmayr bei seinem Debütrennen in Klagenfurt vor fünf Jahren nämlich nur um einen Rang verpasst. Seine damalige Zeit von 8:09,06 Stunden war für ihn am Sonntag aber einmal mehr außer Reichweite. "Heuer war es hier ein ziemliches Gemetzel", gestand Giglmayr.

Dabei war der Salzburger durchaus gut ins Rennen gestartet. "Der Auftakt im Schwimmen war solide, da bin ich als Achter aus dem Wasser gestiegen", erinnert sich Giglmayr. "Danach habe ich es mit einer anderen Taktik versucht als normalerweise. Ich wollte diesmal am Rad ein wenig meine Kräfte sparen, um dann im abschließenden Marathon voll angreifen zu können."

Wirklich langsam war er freilich auch auf der 180 km langen Radstrecke nicht unterwegs. Mit der zehntschnellsten Zeit verlor er kaum an Boden und fühlte sich vor dem abschließenden Marathon voll im Plan. "Ich bin davon ausgegangen, dass viele Konkurrenten auf der Laufstrecke eingehen. Das ist zwar auch passiert, aber ungefähr bei Kilometer 26 hat dann auch bei mir der Oberschenkel zugemacht", erklärt Giglmayr, der zwischenzeitlich schon bis auf Rang fünf vorstoßen konnte.

Ein Stockerlplatz war damit zwar außer Reichweite, der Kampf um den Staatsmeistertitel spitzte sich nun aber erst recht zu. Paul Ruttmann, den Giglmayr zuvor bereits überholt hatte, lief nun wieder am Salzburger vorbei und übernahm die Spitze in der Österreicher-Wertung. "Da habe ich nicht mehr mitziehen können. Ich hab ihn zwar vor mir gesehen und gehofft, dass vielleicht auch er nachlässt. Aber letztlich hab ich ihn nicht mehr gekriegt", gesteht Giglmayr, der sich zumindest noch Silber vor Paul Reitmayr sichern konnte.

In 8:38,17 Stunden hatte der Salzburger letztlich knapp 24 Minuten Rückstand auf den dänischen Sieger Daniel Bäkkegard. Bei den Damen wurde Bianca Steurer als beste Österreicherin Zweite hinter der Schweizerin Daniela Ryf.

Aufgerufen am 23.08.2019 um 03:46 auf https://www.sn.at/sport/regionalsport/harter-ironman-fuer-giglmayr-heuer-war-es-ein-gemetzel-73111732

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