Interview

Roman Wallner: "Habe viel fürs Leben gelernt"

Der Kultstürmer blickt auf eine abenteuerliche Laufbahn zurück. Der Ex-Nationalspieler ging für 14 verschiedene Vereine auf Torjagd. Bei Westligist Grödig beendete er nun seine Karriere.

Keine Abschiedstournee: Kultstürmer Roman Wallner. SN/krugfoto
Keine Abschiedstournee: Kultstürmer Roman Wallner.

Er hat die Dressen aller Topclubs in Österreich getragen, als Legionär in Deutschland, Schottland und Griechenland gespielt und 29 Länderspiele absolviert: Am Dienstag hat Vollblutstürmer Roman Wallner (37) seine erfolgreiche Spielerkarriere beendet. Im SN-Gespräch zieht er Bilanz.

Sie haben beim SV Grödig die ganze Wintervorbereitung mitgemacht. Warum ziehen Sie nun kurz nach Saisonstart einen Schlussstrich? Roman Wallner: Meine Entscheidung wirkt nur nach außen hin plötzlich. Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt. Schön, wenn man nicht wegen einer Verletzung aufhören muss, sondern es selbst in der Hand hat. Für mich ist es der optimale Zeitpunkt.

Unstimmigkeiten mit Neo-Trainer Miroslav Bojčeski stecken nicht dahinter? Nein, der Zeitpunkt passt nun einfach. Die vergangenen Jahre in Grödig waren sehr schön. Ich bin vor allem Familie Haas und den Mitarbeitern des Clubs dankbar.

Sie haben große Erfolge gefeiert, mussten in Ihrer Laufbahn aber auch Rückschläge verdauen. Haben Sie sportlich das Maximum herausgeholt? Es geht natürlich immer mehr. Man muss aber zufrieden sein. Ich bereue jedenfalls nichts. Es überwiegt klar das Positive.

Unvergessen bleibt Hans Krankls Sager, dass uns um Sie und Sturmpartner Roland Linz halb Europa beneiden werde. Das wird mich ewig begleiten, ist aber kein Problem. Ich verstehe den Satz als großes Kompliment.

Wie viel Wehmut schwingt mit, nach 22 Jahren im Profifußball abzutreten? Ich bin nicht der Typ, der Vergangenem nachtrauert. Im Fußballgeschäft habe ich viel fürs Leben gelernt. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt.

Werden Sie dem Fußball erhalten bleiben? Das ist mein Ziel. Ich will im Spitzensport tätig sein, bin ehrgeizig und in viele Richtungen offen. Ich habe den A-Lizenz-Trainerschein, mache jetzt ein Studium zum Sportmanager. Langweilig wird mir nicht, ich habe viel vor.

Quelle: SN

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