Karate

Buchinger entschied sich gegen das Weiterquälen

Nach dem Umstieg in ihre alte Gewichtsklasse hofft Karateka Alisa Buchinger wieder auf Olympia.

Der Umstieg in eine leichtere Gewichtsklasse hat sich für Karate-Ass Alisa Buchinger nicht bezahlt gemacht. Das Abkochen der überzähligen Kilo vor den Turnieren durch Flüssigkeitsverzicht und Schwitzkuren kostete die Salzburgerin zu viel Substanz. Zurück in der Klasse bis 68 kg kämpft sie ab Freitag in Marokko um Olympiapunkte. Die SN erreichten sie beim Zwischenstopp in Paris.

Wie geht es Ihnen aktuell? Wie gut fühlen Sie sich in Form? Alisa Buchinger: Ich fühle mich körperlich wieder sehr gut und bestens vorbereitet auf die nächsten Turniere. Ich freue mich, jetzt wieder voll angreifen zu können.

Bei der EM sind Sie zuletzt Fünfte geworden. Wie beurteilen Sie Ihre Leistung mit etwas Abstand? Natürlich bin ich noch immer enttäuscht, dass es nicht zu einer Medaille gereicht hat. Dafür hat mir einfach das nötige Glück gefehlt. Aber sonst stimmt mich die Leistung dort äußerst positiv. Denn ich habe gesehen, dass ich eigentlich alle schlagen kann. Ich musste bei der EM ja gleich gegen drei Weltmeisterinnen ran. Davon konnte ich zwei besiegen, ein Mal ging es 2:2 aus. So gesehen kann ich mir nichts vorwerfen und bin stolz auf meine Leistung.

Der Umstieg in Ihre alte Gewichtsklasse war also die richtige Entscheidung? Auf jeden Fall. Jetzt sind wir wieder alle optimistisch und zufrieden. Aber auch die ursprüngliche Entscheidung haben wir gemeinsam gefällt. Es war halt ein Risiko, von dem wir nicht gewusst haben, ob es sich bezahlt macht. Anfangs ist es auch dort ganz gut gelaufen. Dann hat mich eine Knieverletzung aus der Bahn geworfen. Dass es danach nicht mehr so richtig funktionieren wollte, da haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt. Schließlich musste ich mich aber entscheiden, quäle ich mich weiter oder steig ich wieder in meine alte Gewichtsklasse um.

Im Ranking für die Olympiaqualifikation liegen Sie derzeit nur auf Rang 33. Was ist da noch drin? Ich habe zwar durch den Wechsel der Klasse ein halbes Jahr verloren, aber ich habe noch immer gut ein Jahr Zeit, um die nötigen Punkte für Tokio 2020 zu sammeln. Am Wochenende kämpfe ich beim Premier-League-Turnier in Rabat, das voll für die Olympiaqualifikation zählt. Wenn ich da gewinne, könnte ich gleich schon wieder unter die Top 3 meiner Klasse rutschen. Dass es so schnell wieder nach oben gehen könnte, das beruhigt mich schon ein bisschen.

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