Sport aktuell in Salzburg zur Übersicht ...
Regionalsport

Können Sie zaubern, Herr Wintersteller?

Trainer Eidke Wintersteller formte Union Hallein vom Abstiegskandidaten Nummer eins zu einem soliden Mittelständler in der Salzburger Liga.

Unter Eidke Wintersteller (l.) blüht Union Hallein auf.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Unter Eidke Wintersteller (l.) blüht Union Hallein auf.

Als Eidke Wintersteller Union Hallein im Sommer übernahm, sah die Lage alles andere als rosig aus. Viele Leistungsträger verließen den Verein, nur wenige Neue kamen. Nach einer schwachen Vorbereitung starteten die Tennengauer als Abstiegskandidat Nummer eins in die Saison. Doch der 57-jährige Trainer formte aus einem kleinen Kader eine funktionierende Truppe, die in den vergangenen Wochen für Furore sorgte. Im SN-Interview spricht Wintersteller über seine ersten Monate in Hallein.

Union Hallein hatte im Sommer mit vielen Problemen zu kämpfen. Wie haben Sie die Trendwende geschafft? Eidke Wintersteller: Der Start war schwierig. Ende Juli und Anfang August hatten wir viele Urlauber und mussten teilweise auf sehr junge Spieler setzen. Nach der Urlaubszeit hat unser kleiner Kader, der aus nur 14 Spielern besteht, aber richtig Gas gegeben. Alle Spieler gehen mit Freude ins Training und rufen in den Spielen ihr ganzes Potenzial ab.

Sie haben bereits in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass Sie mit Ihren Teams Unmögliches schaffen können. Können Sie zaubern, Herr Wintersteller? Das wäre schön. Nein, ich kann natürlich nicht zaubern. Ich lege sehr viel Wert auf die Defensivarbeit. Wenn man wenige Tore bekommt, dann wird man auch Spiele gewinnen. Das zeigt sich jetzt auch in Hallein: Wir haben in den letzten fünf Partien nur zwei Gegentreffer erhalten und elf Punkte geholt.

Auffällig ist aber auch, dass Sie in der jüngeren Vergangenheit zwei Mal einer Spielerrevolte zum Opfer gefallen sind. Verbraucht sich Ihre Arbeitsweise schnell? Ich lasse mir einfach nichts vorschreiben. Beim SAK waren die Spieler nach dem Westliga-Aufstieg zufrieden und wollten sich nicht mehr weiterentwickeln. In Adnet waren die Spieler zum Schluss nicht nur undiszipliniert, sondern wollten mir auch in die Aufstellung reinreden. Mit 57 Jahren verlasse ich meine Linie nicht mehr, da höre ich lieber auf.

In Hallein wird immer wieder über eine Fusion der beiden Vereine FC und Union nachgedacht. Was halten Sie von den Plänen? Im Endeffekt wäre eine Fusion die beste Lösung. Ich bin mir nicht sicher, ob Hallein auf Dauer zwei Vereine tragen kann.

Ihr Team hat 13 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Puch. Ist der Klassenerhalt schon geschafft? Nein, auf keinen Fall. Man darf nicht den Fehler machen und die Nachzügler abschreiben. Wir müssen noch kräftig punkten.

Wird der kleine Kader im Winter verstärkt? Ich bin mit den Verantwortlichen einig, dass wir uns in der Pause breiter aufstellen müssen. Wir haben zwar sehr gute junge Spieler, aber für die kommt die Salzburger Liga noch zu früh. Ein, zwei Neue werden wir sicher brauchen.

Trauen Sie Ihrer Mannschaft am Freitag gegen Tabellenführer Eugendorf die nächste Sensation zu? In Eugendorf wird es sehr, sehr schwierig. Wir werden aber wieder alles geben, um dem Gegner das Leben schwer zu machen.

Aufgerufen am 15.12.2019 um 04:11 auf https://www.sn.at/sport/regionalsport/koennen-sie-zaubern-herr-wintersteller-77435947

Kommentare

Schlagzeilen