Regionalsport

Kontaktloses Training statt Kampf um Titel

Nach Absage ihrer Ligen machen Salzburgs American-Football-Clubs das Beste aus ihrer Situation und denken schon an nächstes Jahr.

Beim Training der Salzburg Bulls wird auf die Einhaltung von Abstand geachtet.  SN/bulls
Beim Training der Salzburg Bulls wird auf die Einhaltung von Abstand geachtet.

Mit großen Zielen wären Salzburgs American-Football-Clubs im Herbst in die neue Saison gestartet. Die Bulls peilten in der Division I den Titelgewinn an, eine Liga tiefer wollten die Ducks die knappe Finalniederlage 2019 mit dem Aufstieg vergessen machen. Die Coronakrise durchkreuzte aber alle Pläne.

Bulls: Die Salzburg Bulls haben sich nach Umfragen im Verein im Juni endgültig dagegen entschieden, heuer an einer Meisterschaft teilzunehmen. Zuvor hatten sie noch versucht, mit Onlinetrainings, die sich vor allem mit Spielanalysen und Regelkunde beschäftigten, und Home-Workouts (auch via Webcam) das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Am Ende überwog aber die Sorge um die Gesundheit der Spieler.

Zwar haben die Bulls das Training mittlerweile wieder aufgenommen, verzichten aber vorerst zur Gänze auf Körperkontakt. Somit stehen vor allem Koordinations-, Athletik- und Ausdauertraining auf dem Programm.

Ducks: Nach der sensationellen Vorsaison mit dem hauchdünn verlorenen Finale hatten die Ducks heuer in der Division II den Aufstieg im Visier. "Wir wollten unbedingt spielen", erklärt Obfrau Christine Gappmayer. "Deshalb haben wir auch von der ersten Minute an alles gemacht, was erlaubt ist." Als die Liga abgesagt wurde, haben sich die Ducks andere Herausforderungen gesucht. So sind etwa Ende September ein Testspiel gegen die Carinthian Lions und Ende Oktober die Teilnahme am stark besetzten Tirol Cup geplant. Für die Damen und die U18 kam eine Meisterschaft zustande.

Celtics: Auch die Pinzgau Celtics wären gerne in der Division III gestartet, sollte doch heuer das Zehn-Jahre-Vereinsjubiläum groß gefeiert werden. In der Coronakrise ging der Club dann aber doch lieber auf Nummer sicher. "Bei uns arbeiten viele in touristischen Berufen, da wollten wir lieber nichts riskieren", erklärt Obmann Andreas Scheiber.

Ravens: Bischofshofen hat trotz der Absage der Division IV sogar von Corona profitiert. "Wir haben dadurch viele neue Spieler bekommen", berichtet Obmann Michael Stelzhammer von großem Andrang aufs Training.

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