Laufsport

Spektakulärer Ultralauf am Großglockner fällt dem Wetter zum Opfer

Risiko in der Nacht war zu groß. Titelverteidiger zeigt Verständnis.

Die Macht der Natur ist bei der Glocknerrunde durch Salzburg und Osttirol auch bei bestem Wetter spürbar. SN/wisthaler.com
Die Macht der Natur ist bei der Glocknerrunde durch Salzburg und Osttirol auch bei bestem Wetter spürbar.

Monatelang haben Athleten und Veranstalter auf diesen Tag hingearbeitet. Nach der langen Coronapause sollte am Freitagabend mit dem Großglockner Ultra Trail eines der großen Highlights für Extremlaufsportler aus aller Welt gestartet werden. Doch all die intensive Vorbereitung war letztlich umsonst, im letzten Moment musste die spektakuläre Glocknerrunde über 110 km und 6500 Höhenmeter mit Start und Ziel in Kaprun aufgrund der Wettervorhersage für die Nacht abgesagt werden.

"Das ist natürlich extrem schade. Ich habe mich schon sehr auf diesen Lauf gefreut", erklärt Florian Grasel, der als Titelverteidiger ins Rennen gegangen wäre. Die Entscheidung kann er aber letztlich nachvollziehen. "Das ist sicher vernünftig. Wir wollen ja nicht, dass es wie zuletzt in China oder vor zwei Jahren in Südtirol endet", betont der Niederösterreicher. So waren erst Ende Mai bei einem 100-km-Lauf in China 21 Menschen nach einem schweren Wetterumsturz gestorben. Beim Südtirol Ultra Skyrace wurde 2019 eine Teilnehmerin vom Blitz getroffen und dabei tödlich verletzt.

Diese schlimmen Tragödien hatte auch Organisator Hubert Resch angesichts der schlechten Wetterprognosen für die Nacht auf Samstag im Kopf. "Es sind schwere Gewitter vorhergesagt worden. Und die Strecke führt teils durch schwer zugängliches Gelände. Unser Sicherheitschef hat deshalb in Abstimmung mit den Bergrettungen am Großglockner empfohlen, den Ultralauf abzusagen", erläutert Resch. Der Osttirol Trail (Samstag, 4 Uhr) und der drei Stunden später startende Großglockner Trail sollen auf leicht entschärfter Strecke stattfinden können. Bei ersterem will auch Grasel an den Start gehen. "Die Strecke ist zwar etwas kurz für mich. Trotzdem hoffe ich auf einen Podestplatz", sagt der Ultraläufer.

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