Regionalsport

Lokalmatador Pokorny verlor Bronze-Kampf

Ohne Medaillen für Salzburg endete das Premier-League-Turnier in der Alpenstraße. Den heimischen Kämpfern fehlte teils das nötige Glück.

Stefan Pokorny (r.) kämpfte als einziger Salzburger auch am Finaltag.  SN/karate austria/martin kremser
Stefan Pokorny (r.) kämpfte als einziger Salzburger auch am Finaltag.

Gleich zwei Goldmedaillen konnten Salzburgs Karateka letztes Jahr bei ihrem großen Heimevent erobern. Diesmal gingen die heimischen Kämpfer beim Premier-League-Turnier in der Sporthalle Alpenstraße dagegen leer aus. Als einziger Salzburger schaffte es Vorjahressieger Stefan Pokorny in ein Finale, im Kampf um Bronze musste sich der 28-Jährige am Sonntag aber dem Ägypter Ali Elsawy mit 1:3 geschlagen geben. "Es war ein knapper Kampf. Ich habe gemerkt, dass nicht viel fehlt und ich jeden schlagen kann", war Pokorny dennoch zufrieden.

Ihren Vorjahrestitel konnte auch Alisa Buchinger nicht verteidigen. Die Weltmeisterin von 2016 musste sich bereits in ihrem zweiten Kampf geschlagen geben. Wie zwei Wochen zuvor beim Premier-League-Turnier in Dubai kämpfte sie gegen die Chinesin Gong Li nur Remis und schied aus, da ihre Gegnerin zuerst angeschrieben hatte.

Zwar bekam Buchinger noch die Chance, sich über die Hoffnungsrunde ins kleine Finale zu kämpfen, doch auch da war für sie früh Endstation. Die Salzburgerin ging diesmal selbst mit 2:0 in Führung. Die Russin Victoria Isaeva nutzte aber eine Klammersituation geschickt aus, um den Kampf zu drehen, und setzte sich schließlich mit 6:2 durch.

"Eine Unachtsamkeit, dann kam der Treffer gegen meinen Kopf - so etwas darf mir eigentlich nicht passieren", ärgerte sich Buchinger über die vorentscheidende Szene. Auch wenn sie letztlich nur auf Rang neun landete, nahm die 27-Jährige Positives von ihrem Heimauftritt mit. "Ich habe gezeigt, dass ich auch einen Rückstand aufholen kann. Ich werfe jetzt nicht gleich die Nerven weg, bleibe fokussiert und suche meine Chancen", erläuterte Buchinger.

Schwer enttäuscht war dagegen Robin Rettenbacher über das bittere Aus im Drittrundenkampf gegen Igor Chikhmarev. Erst wurde der Salzburger zum Verlierer erklärt, obwohl ihn sein Gegner erst nach Ablauf der Kampfzeit getroffen hatte. Nach einem Protest mussten die Referees zwar ihr Urteil zurücknehmen, erklärten aber dennoch den Kasachen zum Sieger. "Das Kampfgericht wollte seinen ursprünglichen Fehler leider einfach nicht eingestehen", glaubt Rettenbacher.

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