Regionalsport

Meistertitel als Fluch

Die Wasserballer von Paris Lodron wollen trotz der Abgänge von Schlüsselspielern und neuer Prioritäten ins Bundesliga-Play-off.

Der letztjährige Titelgewinn bereitet Coach Christian Stickler heuer einige Probleme. SN/krugfoto/Krug Daniel jun.
Der letztjährige Titelgewinn bereitet Coach Christian Stickler heuer einige Probleme.

Der Jubel war groß, als sich die Wasserballer von Paris Lodron letzten Sommer mit einem Finalsieg über den WBC Tirol den vierten Meistertitel der Vereinsgeschichte sichern konnten. Dass jedoch auf die Party oft genug der Kater folgt, war Trainer Christian Stickler schon damals bewusst.

"So schön so ein Meistertitel ist, die Saison danach ist immer irrsinnig schwierig", erklärt der 45-jährige Salzburger. "Wir bewegen uns ja zwischen Hobby-, Amateur- und Profisport. Nach so einem Erfolg ist da ein wenig die Luft draußen. So haben wir etwa einige Jungväter in unserem Team, die sich nun wieder mehr auf Familie und Beruf konzentrieren", erzählt Stickler. Zudem verließen im Sommer gleich zwei Schlüsselspieler den Verein: Ferenc Makray zog es für ein Sozialjahr nach Peru, wo der gelernte Tischler Erbebenopfern unter die Arme greift. Viktor Selendic kehrte zurück in die zweite französische Liga.

Kein Wunder, dass die aktuelle Saison für die Salzburger bislang etwas zäh verlaufen ist. "Vor allem auswärts tun wir uns heuer oft schwer, eine echt schlagkräftige Truppe zusammenzubringen", verrät Stickler, der den Einzug ins Play-off der Top 4 dennoch keineswegs abgeschrieben hat. "Wir haben noch drei Heimspiele. Wenn wir die alle gewinnen, sind wir dabei." Mit einem Sieg über Graz wollen die Salzburger schon heute, Samstag (18.30 Uhr, Rif), den ersten Schritt machen und die aktuell drittplatzierten Steirer in der Tabelle überholen.

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