Motorsport

Walkner fuhr nach Schrecksekunde noch aufs Podest

Matthias Walkner verletzte sich bei Sprung in den Gegenhang sein Sprunggelenk. Viele Mitfavoriten bei der Dakar bereits abgeschlagen.

Matthias Walkner ließ sich trotz Geschwindigkeitsproblemen nicht abhängen. SN/rb/marcelo maragni
Matthias Walkner ließ sich trotz Geschwindigkeitsproblemen nicht abhängen.

Matthias Walkner ist nach den ersten beiden Renntagen der Rallye Dakar weiterhin voll im Rennen um seinen zweiten Gesamtsieg. Der Kuchler KTM-Pilot erlebte zwar am Sonntag seinen ersten größeren Schreckmoment, liegt nach dem Prolog und der ersten vollen Etappe mit knapp elf Minuten Rückstand auf den führenden Australier Daniel Sanders auf Rang drei.

Beim nur 19 km langen Prolog hatte sich Walkner noch mit Rang fünf zufrieden geben müssen. Die 31 Sekunden Rückstand auf Sieger Sanders wurden allerdings für die Gesamtwertung noch mit dem Faktor fünf multipliziert. "Im Großen und Ganzen war es aber ein guter Start und eine passable Leistung. Mir fehlt aber noch etwas das Gefühl für das neue Motorrad, welches ich zum ersten Mal unter Rennbedingungen einsetze. Einige Dinge sind mir aufgefallen, an denen wir noch arbeiten müssen", meinte Walkner nach der ersten Ausfahrt.

Bei der 333 Kilometer langen Wertungsprüfung am Sonntag hatte er kurz nach dem Start Glück im Unglück. "Ich bin in den leichten Gegenhang eines kleinen Bachbettes gesprungen und habe mir dabei mein Sprunggelenk etwas beleidigt. Aktuell sind die Schmerzen groß, aber ich hoffe, es ist nur eine leichte Bänderdehnung", berichtet Walkner, der bei der Dakar aber auch noch mit anderen Problemen zu kämpfen hat. "Mit meinem Speed bin ich noch nicht zufrieden und ich fühle mich einfach noch nicht richtig wohl auf dem Bike", erklärt der 35-jährige Salzburger.

Dementsprechend passte er auch seinen Fahrstil an. "Mir war klar, dass ich heute nichts über das Tempo ausrichten kann, sondern nur über eine fehlerfreie Navigation", verrät Walkner. Einige Mitfavoriten liegen schon weit zurück. Titelverteidiger Kevin Benavides hat bereits 36 Minuten Rückstand auf die Spitze, Ricky Brabec muss als Sieger von 2020 eine gute Stunde aufholen.

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