Motorsport

Zweiter Anlauf für Franky Zorns Therapieprojekt

Den Sieg vor Augen ist der Saalfeldener vergangenes Jahr beim Rupert-Hollaus-Gedächtnisrennen ausgeschieden, heuer soll es mit aufgemotzter Maschine besser laufen.

Eigentlich fühlt sich der Salzburger Motorsportler Franky Zorn auf Eispisten wohler als auf Asphalt. Seit 1993 mischt der 50-jährige Saalfeldner in der internationalen Eisspeedwayszene mit und hat sich dabei 2008 sogar als erster Nicht-Russe den Europameistertitel gesichert.

Nach einem schweren Trainingsunfall 2019 in Inzell versuchte Zorn, seine lädierte linke Hand mit Bastelarbeiten an seinen Maschinen zu therapieren. "Ich habe sie zerlegt und dann wieder zusammengebaut, um an meiner Feinmotorik zu arbeiten", erzählt Zorn.

Ein ganz besonderes Projekt war dabei der komplette Wiederaufbau eines alten Straßenmotorrads, einer Yamaha D350, mit der er schließlich sogar beim Rupert-Hollaus-Gedächtnisrennen auf dem Red-Bull-Ring an den Start ging − und nur haarscharf den Klassensieg verpasste. "Ich bin zwei Runden vor Schluss mit großem Vorsprung in Führung gelegen, aber dann hat der Motor überhitzt und die Zylinder haben sich verabschiedet", erinnert sich Zorn. Dieses Wochenende soll seine Maschine beim Rupert-Hollaus-Rennen nun auch die letzten Meter schaffen. "Der Kühler ist jetzt neu und den Motor haben wir auf 400 ccm ausgebaut", erklärt Zorn. Die letzten Tests vergangene Woche in Rijeka stimmen ihn jedenfalls zuversichtlich. "Da ist sie schon gewaltig abgegangen."

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Aufgerufen am 25.11.2020 um 02:09 auf https://www.sn.at/sport/regionalsport/motorsport-zweiter-anlauf-fuer-franky-zorns-therapieprojekt-93326971

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