Regionalsport

Nach Aufholjagd ging Gruber die Kraft aus

Robert Gruber wurde beim Salzburg-Trailrunning-Festival auf den letzten Metern abgefangen. Die Innerhofer-Zwillinge dominierten bei der Festung.

Lange hatte es am Sonntag beim Salzburg-Trailrunning-Festival danach ausgesehen, dass Robert Gruber seinen Vorjahreserfolg in der Kombinationswertung aus Festungs- und Gaisbergtrail wiederholen könnte. Der 44-jährige Hofer war zwar am Vortag beim Lauf auf die Festung falsch abgebogen und hatte damit viel Zeit verloren. Auf dem Gaisberg machte er die eineinhalb Minuten Rückstand auf den führenden Deutschen Andreas Schindler aber schnell wett und lag auf der Gaisbergspitze bereits drei Minuten voran. Während bei Gruber aber langsam die Kräfte schwanden, drehte Schindler noch einmal auf und zog kurz vor dem Ziel am Salzburger vorbei. "Im Flachen war ich nach dem Gaisberg einfach total leer", erklärte Gruber, der letztlich mit zwei Minuten Rückstand Zweiter wurde. Bei den Damen siegte die Tschechin Marcela Vasinova, die beide Läufe klar dominierte, vor Anke Friedl aus Deutschland.

Den Lauf auf die Festung hatten am Samstag wie erwartet die Innerhofer-Zwillinge dominiert. Die beiden zogen der Konkurrenz schon auf der ersten Runde auf und davon und hatten vor dem finalen Anstieg auf den Festungsberg ein dickes Zeitpolster angesammelt. "Eigentlich wollten wir wie im Vorjahr gemeinsam ins Ziel laufen", erläutert Manuel Innerhofer. Diesmal lag seinem Bruder das späte Mittagessen aber zu schwer im Magen. "Ich habe erst zwei Stunden vor dem Start Nudeln gegessen und plötzlich Magenprobleme bekommen", erzählt Hans-Peter. "Ich musste dann eine kurze Pause einlegen und habe meinen Bruder ziehen lassen." So lief Manuel Innerhofer solo zu einem ungefährdeten Sieg. Aber auch Hans-Peter fing sich schnell wieder und sicherte sich mit einer halben Minute Rückstand noch Platz zwei.

Auf einen Start am Sonntag und damit die Chance auf den Kombititel verzichteten die beiden mit Blick auf die Mitte November anstehende Berglauf-WM in Argentinien. "Die Gefahr einer Verletzung ist einfach zu groß", erklärt Hans-Peter.

Obwohl er in Salzburg bei keinem Bewerb am Start stand, hatte auch David Wallmann Grund, zu feiern. Der 28-Jährige aus St. Koloman wurde bei einem Festakt im Stieglkeller zu Österreichs Trailrunner des Jahres gekürt.

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