Regionalsport

Olympia-Absage: "Die richtige Entscheidung"

Obwohl sich Sylvia Steiner und Peter Herzog nicht sicher sein können, dass sie weiterhin fix für Olympia qualifiziert sind, begrüßen die beiden Salzburger die Verschiebung der Spiele.

Nach Wochen der Ungewissheit rang sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag zu der einzig logischen Entscheidung durch: Aufgrund der weltweiten Coronakrise werden die für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio verschoben. "Die richtige Entscheidung", sind sich auch Sylvia Steiner und Peter Herzog im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten" einig.

Die persönliche Enttäuschung ist aber beim Marathonläufer auch am Tag nach der Absage noch groß: "Es liegt mir schwer im Magen. Niemand weiß, was in einem Jahr ist. Es wäre aber unverantwortlich gewesen, Sportler, Betreuer und Zuschauer diesen Sommer nach Japan zu schicken. Die Gesundheit muss immer über dem Sport stehen." Nach einer zweiwöchigen Pause wird Herzog sein Trainingspensum in den kommenden Wochen wieder hochfahren. Nachdem aber neben Olympia auch alle geplanten Wettkämpfe vorerst abgesagt sind, fehlt dem Pinzgauer ein Ziel. "Ohne das ist es schwer, im Training alles rauszuholen. Für die richtig anstrengenden Einheiten kann ich mich nur mit einem Ziel motivieren."

Als Läufer hat Herzog einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Sportlern. "Ich trainiere am liebsten allein und kann meinen Sport deswegen trotz Ausgangsbeschränkungen ohne Probleme ausführen." Die Frage, ob er trotz der Verschiebung sein Olympia-Ticket weiterhin fix hat, beschäftigt den 32-Jährigen seit Dienstag. "Wir haben derzeit zwar alle andere Probleme. Trotzdem macht mich diese Ungewissheit unruhig."

Gelassener reagiert Sportschützin Steiner beim Thema Olympia-Qualifikation. "Ich gehe davon aus, dass ich auch im Sommer 2021 fix dabei bin. Die Qualifikation hat sich insgesamt über eineinhalb Jahre gezogen, ich glaube, dass keine Zeit bleibt, um nochmals ganz von vorn zu starten", sagt die Pongauerin, die sich mit der Olympia-Absage schnell abgefunden hat. "Im ersten Moment war ich enttäuscht, aber nicht wirklich lange. Dem IOC ist nichts anderes übrig geblieben."

Obwohl wegen des Coronavirus, wie in den meisten Sportarten, in nächster Zeit keine Wettkämpfe stattfinden, steht Steiner mehrmals die Woche am Schießstand. "Wir haben weiterhin die Möglichkeit, den Schießstand in Bischofshofen zu nutzen. Um meine Form nicht zu verlieren, nehme ich dieses Angebot auch mindestens drei Mal die Woche in Anspruch", erklärt die 37-jährige Luftpistolen-Schützin.


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