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Radpsort

Lokalmatador Hirschbichler raste im Regen aufs Stockerl

Der Pinzgauer Johannes Hirschbichler wurde im Eliterennen am Salzburgring starker Dritter. Der "Tag des Rades" lockte am Sonntag gut 500 Radsportbegeisterte in den Nesselgraben.

Eigentlich ist der "Tag des Rades" am Salzburgring wegen der Coronapandemie schon vor dem Aus gestanden. Mit einem ausgefeilten Präventionskonzept konnte Organisator Heinz Reiter die nunmehr dritte Auflage des Events doch noch retten. Dass viele Radler geradezu auf die Chance gewartet haben, sich endlich wieder mit Gleichgesinnten im Renntempo zu messen, zeigte die Reaktion auf die Neuausschreibung der Rennen. "Plötzlich sind die Anmeldungen reihenweise hereingerasselt", erklärt Reiter, der nun am Sonntag gut 500 Radsportbegeisterte im Nesselgraben begrüßen konnte.

Bevor am Nachmittag die Profis alles aus sich und ihren Spezialrädern herausholten, traten erst beim Vita-Club-Race die Hobbyradler in die Pedale und überraschten dabei auch mit Topzeiten. So benötigte etwa Sieger Martin Geretschnig auf der Zeitfahrmaschine nur 15:21,38 Minuten für seine drei Runden auf dem Salzburgring, was einen Schnitt von 50,9 km/h bedeutete.

Diese Marke war selbst für die Profis, die beim Eliterennen dieselbe Distanz zu bewältigen hatten, nur schwer zu knacken. Letztlich waren nur 14 Fahrer schneller als der Beste des Vormittagsrennens. Keine Mühe damit hatte jedenfalls Lokalmatador Johannes Hirschbichler, obwohl ausgerechnet während seines Laufs das Wetter vom Nieseln zum Regen kippte.

"In meiner zweiten Runde hat es leider so richtig zu schütten begonnen", berichtet der 27-Jährige aus Weißbach bei Lofer, der sich davon allerdings nicht aus dem Tritt bringen ließ. "In den Kurven war es dadurch ein wenig rutschig, da habe ich ein bisschen vorsichtiger sein müssen", verrät der Pinzgauer, dessen Zeit von 14:52,02 Minuten ihm dennoch erst einmal die Führung einbrachte.

Die letzten Minuten des Rennens verfolgte er dann beim Ausradeln mit seinem Radteam Tirol, wobei nur mehr zwei Konkurrenten am Pinzgauer vorbeizogen. "Die Top 5 waren mein Ziel, jetzt ist es sogar der erhoffte Podestplatz geworden. Dass es bei meinem Heimrennen gleich so gut geklappt hat, freut mich enorm", meinte Hirschbichler zufrieden.

Tagesschnellster war wie erwartet Topfavorit Patrick Gamper, der als World-Tour-Fahrer aber durchaus Druck verspürt hatte. "Wenn du da als Profi mitfährst, kannst du eigentlich nur verlieren", erklärte der 23-jährige Tiroler, der sich in 14:45,42 Min. dennoch den Sieg zwei Sekunden vor dem nur 21-jährigen Oberösterreicher Tobias Bayer sicherte.

Während bei den Herren also die Youngsters dominierten, setzte sich im Damen-Rennen die Routine durch. Manuela Hartl gewann in 17:16,12 Minuten klar vor Astrid Lamprecht − und das mit stolzen 44 Jahren.

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