Regionalliga Salzburg

Den Topteams ein Bein stellen

St. Johann und Grünau wollen den Favoriten in der neuen Regionalliga Salzburg das Leben schwer machen. Für Seekirchen, Kuchl und Bischofshofen steht der Ligaverbleib im Vordergrund.

St. Johanns Lukas Beran (r.) und Grünaus Felix Ebner (l.) wollen die Regionalliga-Topteams ärgern.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
St. Johanns Lukas Beran (r.) und Grünaus Felix Ebner (l.) wollen die Regionalliga-Topteams ärgern.

Im zweiten Teil der Regionalliga-Vorschau widmen sich die "Salzburger Nachrichten" den restlichen fünf Teilnehmern. Während St. Johann und Grünau die Favoriten auf die Spitzenplätze ärgern wollen, haben Seekirchen, Bischofshofen und Aufsteiger Kuchl den Klassenerhalt im Visier.

"Der SAK, die Austria, Saalfelden und Grödig sind wohl über uns zu stellen. Mit Anif wollen wir uns um den fünften Platz duellieren", erklärt St. Johanns Trainer Ernst Lottermoser vor dem Saisonstart. Dieses Ziel ist durchaus realistisch: Die Pongauer verfügen über eine erfahrene Mannschaft, die an einem guten Tag jedes Spitzenteam der Regionalliga Salzburg ärgern kann.

Während sich die Neuzugänge Johann Höllwart (Bischofshofen) und Simon Sendlhofer (Bad Hofgastein) in der kurzen Vorbereitung einen Stammplatz erarbeitet haben, steht hinter Benjamin Ajibade noch ein großes Fragezeichen. Nach einer halbjährigen Verletzungspause ist der Torjäger noch nicht voll einsatzfähig. "Er ist zwar auf einem sehr guten Weg, hat aber noch kein Testspiel absolviert. Zum Start gegen die Austria ist er maximal Joker", sagt Lottermoser.


Die junge Grünauer Mannschaft steigerte sich in der vergangenen Saison von Spiel zu Spiel und erreichte nach einer starken Rückrunde noch den zwölften Platz. Auf kostspielige Transfers verzichteten die Walser auch in diesem Sommer, bis auf Lukas Kessler (SAK) wurden nur junge Talente geholt. Entwickeln sich Niklas Sturm, Patrick Scheibenhofer und Marcel Bernhofer weiterhin nach Wunsch und die Routiniers Thomas Pertl, Florian Soder und Felix Ebner bleiben verletzungsfrei, dann ist der anvisierte Mittelfeldplatz durchaus im Bereich des Möglichen.


Seekirchen spielte eine starke Vorsaison und qualifizierte sich als zweitbeste Salzburger Mannschaft sogar für den ÖFB-Cup. Im Sommer wurde der Gürtel finanziell aber enger geschnallt, viele Abgänge waren die Folge. "Wir haben den Kader verjüngt und peilen einen Platz im Mittelfeld an", betont Seekirchens Sportlicher Leiter Mario Lapkalo, dem das 1:4 im ÖFB-Cup gegen Amstetten noch schwer im Magen liegt. Peter Pöllhuber, Tobias Wechselberger und Fabian Büchele verletzten sich gegen den Zweitligisten und werden den Saisonstart wohl verpassen.

Mit einem klaren Ziel geht Aufsteiger Kuchl in die Saison. "Wir wollen zeigen, dass wir mithalten können und den Klassenerhalt schaffen", sagt Kuchls Sportlicher Leiter Christian Seidl, dessen Trainer Mario Helmlinger auf einen 20-Mann-Kader mit vielen Talenten bauen kann. Zum Erfolg führen sollen die Tennengauer Goalie Tommy Plainer, der auch in der Regionalliga zu den Besseren seiner Zunft zählt, und Youngster Matthias Seidl, der in der Regionalliga Salzburg für die nötigen Tore sorgen soll.

Nur dank der Ligareform musste Bischofshofen in der vergangenen Saison als Tabellenletzter nicht in die Salzburger Liga absteigen. Im Sommer wurde der Kader erneut kräftig umgekrempelt. "Wir haben eine sehr junge Truppe, die sich erst finden muss. Aber wir sind sicher stärker als in der Vorsaison", erklärt BSK-Trainer Johann Davare, der einen Platz im gesicherten Mittelfeld anpeilt. "Mit den Topteams werden wir nicht mithalten können, die restlichen Vereine sind aber in Reichweite." Die Pongauer müssen weiterhin auf viele Legionäre setzen. Abzuwarten bleibt, ob dem Club alle Spieler über die ganze Saison die Treue halten.

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