Regionalsport

Salzburger Liga: Eugendorf ist wieder der große Gejagte

Trotz einiger Abgänge startet die Deliu-Elf als Topfavorit in die Salzburger Liga. Um den zweiten Aufstiegsplatz matchen sich mehrere Clubs.

Goalgetter Christof Kopleder (r.) soll Eugendorf zum Meistertitel in der Salzburger Liga schießen.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Goalgetter Christof Kopleder (r.) soll Eugendorf zum Meistertitel in der Salzburger Liga schießen.

Zwei Mal stand Eugendorf zuletzt an der Tabellenspitze der Salzburger Liga, zwei Mal wurde die Saison annulliert. Im dritten Anlauf wollen die Flachgauer nun endlich die Rückkehr in die Regionalliga Salzburg schaffen. Wegen der "Mini-Reform" steigen in der Saison 2021/22 keine Teams ab und es ist zudem ein zweites Aufstiegsticket zu vergeben. Obwohl die Coronazahlen in ganz Österreich wieder ansteigen, hoffen die Vereine, dass die Saison nicht erneut abgebrochen werden muss.

Der Titelfavorit


"Unser Ziel ist ganz klar der Meistertitel", betont Eugendorf-Torjäger Christof Kopleder. Auch die Konkurrenz und die Experten sind sich einig, dass die Flachgauer den stärksten Kader zur Verfügung haben und sich wohl nur selbst schlagen können. Trainer Arsim Deliu hat im Sommer zwar einige Routiniers verloren, trotzdem hat er mit Kopleder, Simon Ernemann, Marco Thaller und Wolfgang Suppan noch immer genügend Spieler mit herausragender Qualität im Kader. "Wir haben eine sehr gute Vorbereitung hinter uns und brennen schon auf den Meisterschaftsstart. Uns ist klar, dass wir der große Gejagte sind, aber wir kennen diese Rolle schon aus den vergangenen beiden Saisonen", erklärt Kopleder, der auch mit 32 Jahren noch immer zu den besten Stürmern im gesamten Salzburger Unterhaus zählt.

Die Herausforderer


Seit einigen Jahren setzt Hallwang vermehrt auf junge Talente und dieser Weg scheint sich auszuzahlen. Die Elf von Trainer Patrick Schöberl stand in der vergangenen Saison bei Abbruch auf Platz fünf und war auf Tuchfühlung mit den Spitzenteams. Ob Bernhard Löw und Co. mit Eugendorf Schritt halten können, bleibt abzuwarten. Aber um das zweite Aufstiegsticket spielen die Hallwanger normalerweise mit. Hoffnungen dürfen sich auch Adnet und Thalgau machen. Beide Vereine haben ihre guten Kader punktuell verstärkt und werden von der Konkurrenz hoch eingeschätzt. Auch Golling, das am Transfermarkt sehr aktiv war, ist unter Neotrainer Christoph Lessacher ein Spitzenplatz in der Salzburger Liga zuzutrauen.

Die Außenseiter


In der vergangenen Saison war Bürmoos bis zum Abbruch ganz klar auf dem Weg zum Vizemeistertitel. Nachdem die Abgänge von Daniel Leitz und Enis Kuka nicht ersetzt wurden, fehlt in der Offensive wohl die Qualität, um ganz vorn mitspielen zu können. Neotrainer Josef Bauer hat in den vergangenen Wochen aber eine Truppe geformt, die auf und neben dem Platz zusammenhält und bei einem optimalen Saisonverlauf ein gefährlicher Außenseiter sein kann.

Nach oben will sich auch Straßwalchen orientieren. Ob die Truppe von Trainer Florian Königseder aber schon die Konstanz besitzt, um eine ganze Saison jede Woche Topleistungen abrufen zu können, wird man erst sehen. Bestes Beispiel ist die überraschende 1:2-Niederlage im Landescup beim Erstklässler Bad Gastein.

Die Nachzügler


Während der Rest der Liga wohl weder ganz vorn noch ganz hinten landen wird, gehen Siezenheim und Puch als krasse Außenseiter in die Saison. Beide Vereine waren bereits in der Abbruch-Spielzeit ganz hinten zu finden und haben ihre Teams im Sommer nochmal kräftig verjüngt. "Da es keinen Absteiger geben wird, setzen wir auf unsere Talente. Die werden diese Saison viel Spielzeit bekommen und können sich ohne großen Druck weiterentwickeln", erläutert Siezenheim-Trainer Peter Urbanek.

In Puch vertraut man nicht nur auf junge Kicker, sondern auch auf einen neuen Übungsleiter. Der ehemalige Goalgetter Bernhard Huber ersetzte vor wenigen Wochen Francesco Parrillo auf der Trainerbank.

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