Salzburger Liga

Nur Coronapause kann Erfolgslauf stoppen

Eugendorf und Thalgau eilen von Sieg zu Sieg. Die einen souverän, die anderen glücklich. Doch die größte Gefahr bleibt ohnehin die Pandemie.

Torjäger Mario Bergmüller (links) schoss Thalgau auch gegen Maximilian Karner und Co. zum Sieg. SN/krugfoto/Krug Daniel jun.
Torjäger Mario Bergmüller (links) schoss Thalgau auch gegen Maximilian Karner und Co. zum Sieg.

Eugendorf und Thalgau sind in der Salzburger Liga weiter nicht aufzuhalten - zumindest von ihren Gegnern auf dem Spielfeld. Nur eine coronabedingt verfrühte Winterpause scheint den Erfolgslauf der beiden Flachgauer Vereine unterbrechen zu können. Mit Altenmarkt musste sich am Samstag der bereits achte Widersacher in Folge Spitzenreiter Eugendorf geschlagen geben. Die vor der Saison als Abstiegskandidaten gehandelten Thalgauer behielten zeitgleich in Siezenheim die Oberhand und liegen nach dem vierten Erfolg in Serie nun sensationell an der dritten Stelle.

"Die Tabelle schaut jetzt schon sehr witzig aus. Wir sind Dritter, Siezenheim ist Vorletzter. Großteils waren sie aber eine Klasse stärker als wir", sagte Thalgaus Trainer Rene Pessler nach dem schmeichelhaften 1:0-Sieg beim nun seit vier Runden punktelosen Aufsteiger. Die Hausherren diktierten vor allem in der ersten Halbzeit klar das Spielgeschehen, blieben aber ohne Torerfolg. Anders die Thalgauer, die sich erneut auf Goalgetter Mario Bergmüller verlassen konnten. Der 30-Jährige war kurz vor der Pause im Strafraum nur mit einem Foul zu stoppen und verwandelte den folgenden Elfmeter zur Führung. Diese verteidigten die Gäste in den zweiten 45 Minuten gekonnt. "Verdient schaut anders aus, aber so unfair ist Fußball", sagte Pessler.

Gerechter war Eugendorfs 2:0-Erfolg in Altenmarkt. Christof Kopleder erlöste die spielbestimmenden Flachgauer gegen kompakte und gefällig konternde Gastgeber in der zweiten Halbzeit mit seinem nächsten Doppelpack. "Verdient. Wir waren präsent, aggressiv, ballsicher, aber leider im letzten Drittel oft unsauber. Daher hatten wir auch nicht Chancen en masse", sagte Trainer Arsim Deliu nach dem Spiel gegen seinen Heimatverein.

Dieser hatte im Vorfeld kurzfristig noch 100 Sitzplätze geschaffen, die zugewiesen werden konnten. "Ein extremer Aufwand, der die Vereine zerstört. Man hat kaum Einnahmen, aber Ehrenamtliche müssen viele Stunden arbeiten, um die Auflagen zu erfüllen. So hat das keinen Sinn", erklärte Sektionsleiter Peter Mauch. Aus einem Grund hofft er dennoch, dass die Saison nicht wieder ohne Wertung abgebrochen wird: "Eugendorf hätte sich den Aufstieg verdient."

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