Salzburger Liga

Spitzenduo SAK und Austria Salzburg zeigt vor dem Stadtderby Nerven

Während der SAK nach disziplinären Problemen erstmals zu Hause verlor, hadert die Austria nicht nur mit der Ladehemmung ihrer Angreifer.

SAK-Angreifer Mersudin Jukic (vorn) kam gegen Kuchl nur von der Bank. Die erste Heimpleite konnte er nicht verhindern. SN/krugfoto/Krug Daniel jun.
SAK-Angreifer Mersudin Jukic (vorn) kam gegen Kuchl nur von der Bank. Die erste Heimpleite konnte er nicht verhindern.

Seit Wochen fiebern die Stadtrivalen SAK und Austria Salzburg dem kommenden Derby entgegen. Selbstvertrauen hat das im Herbst so souveräne Spitzenduo der Salzburger Liga zuletzt aber nicht getankt.

Beim SAK lagen die Nerven schon vor der 1:2-Pleite gegen Kuchl blank. Nach Unstimmigkeiten im Training setzte Trainer Andreas Fötschl ein Zeichen: Mersudin Jukic musste auf der Bank Platz nehmen. Sturmpartner Christof Kopleder stand erst gar nicht im Kader. "Damit hat sich die Sache für mich aber erledigt. Wir haben alles bereinigt. Die beiden haben eine gute Reaktion gezeigt", versichert Fötschl, dessen Elf am Samstag die erste Heimniederlage kassierte. Kuchl-Youngster Matthias Seidl traf per Freistoß und Elfer. Robert Strobls zwischenzeitlicher Ausgleich aus einem Strafstoß war zu wenig. "Eine unglückliche Niederlage, die mich nicht sonderlich ärgert. Wir haben schon schlechter gespielt und gewonnen. Vielleicht macht uns das alles jetzt noch schärfer auf das Derby", erhofft sich Fötschl positive Auswirkungen. Gegen die Austria entscheide ohnehin die Tagesverfassung: "Und ich bin sicher, dass wir momentan besser sind."

Die Austria hat indes überhaupt das Siegen verlernt. Beim torlosen Remis gegen Nachzügler Union Hallein am Samstag kämpften die Violetten erneut mit Ladehemmung. Zudem haderte man mit dem Ausschluss von Kapitän Matthias Öttl kurz nach dem Seitenwechsel und einem nicht gegebenen Elfmeter. "Das Momentum ist derzeit nicht auf unserer Seite", sagt Trainer Christian Schaider, dessen Topstürmer Resul Omerovic gegen Hallein einige Sitzer ausließ und heuer noch torlos ist. "Wir nutzen unsere Chancen nicht, müssen es erzwingen. Vielleicht kommt das Derby da genau zum richtigen Zeitpunkt. Wir nehmen uns einen Sieg vor. Der SAK ist nicht unschlagbar."

Kuchl hat zuletzt beide Topclubs besiegt. Vier Punkte liegen die Tennengauer nun hinter der Austria, vier Zähler vor Neumarkt. "Der dritte Platz ist unser klares Ziel. Wir wollen in die Eliteliga", erklärt Sportchef Christian Seidl, der seine Mannschaft nach dem sechsten Sieg in Serie aber warnt: "Wir schnuppern derzeit viel Höhenluft, müssen nun aber die Kurve kratzen. Jetzt kommen nämlich die wirklich schweren Spiele."

Quelle: SN

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