Salzburger Liga

Union Hallein spielt sich in ungewohnte Höhen

Nach dem sensationellen 3:1-Heimsieg über Titelaspirant Neumarkt liegt der langjährige Nachzügler auf einem einstelligen Tabellenplatz.

Hallein-Kapitän Christopher Mayr (rechts) erzielte auch seinen sechsten Saisontreffer zu Hause. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Hallein-Kapitän Christopher Mayr (rechts) erzielte auch seinen sechsten Saisontreffer zu Hause.

Union Hallein hat seinen Erfolgslauf in der Salzburger Liga am Samstag fortgesetzt und sich mit einem 3:1-Heimsieg gegen Neumarkt auf den neunten Rang verbessert. Wurde man vor der Saison als erster Abstiegskandidat gehandelt, beträgt das Guthaben auf Schlusslicht Puch nach drei Heimsiegen in Serie und fünf Spielen ohne Niederlage bereits 13 Punkte. So weit war der langjährige Nachzügler schon lange nicht mehr vom Tabellenkeller entfernt.

"Einige unserer Kicker waren mit Hallein noch nie auf einem einstelligen Tabellenplatz", berichtet Trainer Eidke Wintersteller. Tatsächlich: In den drei vergangenen Saisonen standen die stets in den Abstiegskampf verwickelten Tennengauer nur nach drei Spieltagen unter den besten neun Mannschaften - zuletzt nach der ersten Runde 2018. Historisch ist der Sieg gegen die zuvor sieben Partien ungeschlagenen Neumarkter auch, weil man in den vergangenen sieben Pflichtspielduellen stets den Kürzeren zog. Dank Doppeltorschützen Udo Oberauer, der als Polizeischüler in Graz kaum mit der Mannschaft trainiert, und Kapitän Christopher Mayr glückte nun der erste Erfolg seit 2001.

Die Erfolgsformel? "Defensiv arbeiten von den Stürmern angefangen alle hervorragend und momentan schalten wir auch stark auf Offensive um", weiß Wintersteller, dessen Elf Neumarkt gleich zum Start kalt erwischte und früh mit 2:0 führte. Nachdem die Gäste durch Christoph Hübl verkürzt hatten, stellte Oberauer bald nach Wiederanpfiff den Endstand her. "Nicht unverdient. Der Gegner hat alles probiert, ist aber nie richtig gefährlich geworden", meint Halleins Erfolgscoach, der vor dem Schlager gegen Leader Eugendorf warnt: "Zu viele Ausfälle dürfen wir nicht haben." Der Kader soll im Winter vergrößert werden.

Nur mehr an fünfter Stelle liegen die Neumarkter, die kein Rezept gegen die kompakten Hausherren fanden. "Immer wenn ich glaube, wir haben einen Schritt nach vorn gemacht, geht es zwei Schritte zurück", sagt Tomislav Jonjic. Der Trainer der Flachgauer haderte auch mit dem tiefen Geläuf und einigen Schiedsrichterentscheidungen. "In solchen Spielen muss man Charakter zeigen. Da wir das nicht getan haben, werden wir etwas ändern müssen", verspricht Jonjic Konsequenzen.





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