Regionalsport

Salzburgs Sport im Zeichen von Corona

Salzburgs Sport- und Fitnessvereine haben unterschiedliche Konzepte für ihre Mitglieder entwickelt, um auch im Lockdown für Abwechslung zu sorgen. Die Zahl der Mitglieder sinkt allerdings.

Elisabeth Hladik und Miriam Wenger: Turnen im Lockdown. SN/sw/wenger
Elisabeth Hladik und Miriam Wenger: Turnen im Lockdown.

Die Salzburger Sportvereine haben derzeit besonders hart zu kämpfen. Beispielgebend dafür sind die Fechter. "Wir hatten vor dem ersten Lockdown um die 120 Mitglieder, Tendenz steigend. Mittlerweile nähern wir uns aber wieder dem zweistelligen Bereich", sagt der Obmann der Fechter, Roman Hinterseer.

Er befürchtet, dass die Zweiklassengesellschaft im Sport noch weiter auseinanderdriftet. "Der professionelle Fußball, das Tennis oder der Formel-1-Rennsport haben natürlich auch Einbußen, sind aber nach wie vor präsent. Wir kämpfen ums Überleben." Für den weiteren Fechtsport zeichnet Hinterseer eine düstere Prognose: "Internationale Wettkämpfe wird es wohl erst im Herbst 2021 geben, wenn die Durchimpfung Erfolg hatte. Es bleibt zu hoffen, dass wir normal in die Saison 2021/2022 starten können." Die Trainings finden wieder virtuell statt.

Beim ersten Lockdown haben die Trainer und einige Fechter Einheiten live über das Internet angeboten. "Mit den Livetrainings haben wir viele Mitglieder nicht erreicht, weil sie gerade in der Arbeit oder beschäftigt waren", erklärt Hinterseer. Vor diesem Lockdown hat man professionelle Videos drehen lassen, die die Mitglieder über YouTube nun ansehen können.

Bewegungstagebuch für die Schule

Auch in den Schulen fallen die Turnstunden weg. Daher suchen die Jungen und Mädchen nach Alternativen. Die lokalen Fitnessstudios bieten unter anderem Online-Plattformen an, auf denen kostenlos Trainingsvideos zur Verfügung gestellt werden. Die Einheiten dauern zehn bis 60 Minuten. Die 15-jährige Miriam Wenger und ihre gleichaltrige Freundin Elisabeth Hladik besuchen das Musische Gymnasium Salzburg und die HTL Hallein. Die sportlichen Mädchen üben jetzt regelmäßig mit Videos zu Hause. "Das ist ein gutes Service, um fit zu bleiben. Die Übungen reichen von Yoga, über Tanz bis hin zu aufwändigen Ganzkörpertrainings", sagt Miriam Wenger. Das Turnen in der Schule mit ihren Kolleginnen und Kollegen fehlt ihr. "Wir müssen derzeit als Nachweis ein Bewegungstagebuch schreiben, damit wir eine Bewertung bekommen können", sagt die Schülerin.

Tanzlehrerin Cornelia Pirchner hält ihre Kurse gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen online über das Programm Zoom ab. "Es gibt dabei immer wieder Probleme. Manchmal mit der Musik oder generell mit der Internetverbindung", sagt die Trainerin. In der Regel nimmt ein Drittel oder die Hälfte der Kursteilnehmer am Online-Programm teil. "Es wäre eine Überlegung wert, externen Leuten gegen Bezahlung einen Zugang zu den Online-Kursen zu geben", sagt Tanzlehrerin Cornelia Pirchner.

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Aufgerufen am 27.11.2020 um 03:25 auf https://www.sn.at/sport/regionalsport/salzburgs-sport-im-zeichen-von-corona-95871409

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