Schießen

Mit ruhiger Hand Medaille im Visier

Sylvia Steiner nutzte die Luftpistolen-Landesmeisterschaft in Rif als ersten Test für die Olympischen Spiele. Salzburgs Seriensiegerin hat dort viel vor.

Fester Stand, kontrollierte Atmung, ruhige Hand - wer wildes Geballer erwartet, wenn Salzburgs Luftpistolen-Schützen den Landesmeister ermitteln, irrt gewaltig. Vor allem Olympiastarterin Sylvia Steiner zeigte am Samstag in Rif, welch Präzision gefordert ist. Die Pongauerin hält nach jedem Schuss kurz inne. Setzt sie die Waffe ab, wandert der Blick Richtung Monitor. Zumindest die Neun soll dort aufleuchten. Aus zehn Metern trifft Steiner aber in beeindruckender Regelmäßigkeit gar den Zehnerring, der kleiner als eine 1-Cent-Münze ist.

Nach 78 Schuss stand die Sportschützin aus St. Johann zum wiederholten Male als Salzburgs Beste fest. Unpräziser wird die 37-Jährige erst, wenn sie nach der Anzahl ihrer Landesmeistertitel gefragt wird. "Ich weiß es leider nicht, denn es sind doch einige Titel. Vielleicht 20?", schätzt die Seriensiegerin. Mit 569 Ringen im Grunddurchgang und 174,7 Ringen im Finale lässt die Athletin der SG Bischofshofen Elisabeth Mlekusch (Salzburg-Süd) und Eva Schmidseder (Zell am See) klar hinter sich.

Gänzlich zufrieden zeigt sich Steiner dennoch nicht: "Das Ergebnis ist ausbaufähig." Bei den Olympischen Spielen in Tokio nimmt sie im Sommer Edelmetall ins Visier. Gelingt der Einzug ins Finale der Top 8, ist alles möglich. "Dort geht es von vorn los und kann dann jede Schützin gewinnen. Insgesamt können sicher 20 Athletinnen Gold holen", betont Steiner, die die Landesmeisterschaft als ersten Test nutzte. "Unter Druck mein Können abzurufen ist für mich die große Herausforderung. Jedes Finale ist da ein gutes Training."

Bereits am kommenden Wochenende soll sich in Neu-Delhi eine neue Chance bieten, um die Technik unter Wettkampfbedingungen zu verfeinern. Doch der Weltcup wackelt wegen des Coronavirus. "Wir hängen etwas in der Luft, wissen nicht, wie es weitergeht", sagt Steiner.

Zielsicher präsentierte sich am Samstag auch Hannes Kröll (Lessach). Der Lungauer setzte sich bei den Herren vor Gerhard Böhm (Thalgau) und Fritz Klinger (Mittersill) durch. Bereits nach dem Grunddurchgang war Kröll mit 564 Ringen an der Spitze des zwölfköpfigen Teilnehmerfeldes gelegen. Im Seniorenbewerb (ab 60 Jahren) siegte Peter Hechenberger (Zell am See). Die Entscheidung fiel außerdem in der Fernliga, die Gerhard Böhm vor Elisabeth Mlekusch und Fritz Klinger gewann.

Quelle: SN

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