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Ski nordisch

Salzburgs Junioren jubelten bei WM über Medaillenflut

Elf Mal Edelmetall bei der alpinen und nordischen Junioren-WM. Stefan Rieser fuhr zu Gold, Marita Kramer kürte sich zur Dreifach-Weltmeisterin.

Golder Gasteiner wandelt auf Hirschers Spuren

Vier Medaillen in vier Rennen - Salzburgs Ski-Nachwuchs räumt zu Beginn der Junioren-WM im norwegischen Narvik groß ab. Am Samstag wurden Stefan Rieser und Lisa Grill in der Abfahrt ihrer Rolle als Mitfavoriten mit Bronze und Silber gerecht. Am Sonntag bestätigte Grill mit Platz zwei ihre starke Form, während Rieser seine Saison sogar mit Gold krönte.

"Das fühlt sich super an. Die Medaille am Samstag hat mir auf jeden Fall sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich freue mich riesig", jubelte der 21-jährige Dorfgasteiner. Schon vor den Titelkämpfen hatte er Gold als sein großes Ziel ausgegeben. Nachdem er diese Mission in der Abfahrt mit einem großen Fehler nicht zur Gänze hatte erfüllen können, nutzte Rieser 24 Stunden später die zweite Chance. Der drehende Kurs kam ihm entgegen, zudem hatte er das Glück auf seiner Seite. "Die Startnummer sechs war sicher ein Vorteil."

Damit ist Rieser der erste Salzburger Junioren-Weltmeister seit Manuel Kramer, ebenfalls im Super-G, 2009. Ein gewisser Marcel Hirscher wurde damals Zweiter und holte als bis dato letzter Salzburger vor elf Jahren zudem Bronze im Riesentorlauf. Seither spielten die Salzburger international eher Nebenrollen. Das soll sich nun ändern. "Das ist erst der Anfang. Da kommen noch stärkere Jahrgänge nach", sagt Ludwig Brunner, Sportlicher Leiter im Landesskiverband.

Auch Lisa Grill zählt zu den größten heimischen Hoffnungen. Die Lungauerin, im Vorjahr Abfahrtsdritte, holte jeweils hinter der Vorarlbergerin Magdalena Egger Silber. Im Super G wäre ohne einen großen Fehler sogar Gold möglich gewesen. "Am Anfang habe ich mich geärgert, aber zwei Medaillen zu holen ist wirklich cool", sagte Grill.

Nordische Talente waren im Team beinahe unschlagbar

Salzburgs Talente haben zum Abschluss der nordischen Junioren-WM in Oberwiesenthal noch einmal groß abgeräumt. Am besten lief es für Marita Kramer, die ihrem am Donnerstag eroberten Einzeltitel noch zwei Teamgoldene folgen ließ.

Am Samstag führte die Maria Almerin Österreichs Damenteam zu einem überlegenen Triumph. Gemeinsam mit Lisa Eder aus Leogang und den beiden Oberösterreicherinnen Julia Mühlbacher und Vanessa Moharitsch verwiesen sie Slowenien letztlich um gut 30 Meter auf Platz zwei. "Wir haben wahnsinnig viel Spaß zusammen gehabt und sind in einen Flow gekommen", jubelte Eder über Gold.

Bis zum letzten Sprung um Medaillen gerungen wurde dagegen im Mixed-Bewerb, den Kramer und Eder gemeinsam mit dem Bad Hofgasteiner Peter Resinger und dem Tiroler Marco Wörgötter bestritten. Einzelweltmeister Resinger behielt als Österreichs Abschlussspringer die Nerven, zeigte den besten Sprung der letzten Runde und sicherte so dem ÖSV-Quartett mit nur 1,6 Punkten Vorsprung auf Norwegen die nächste Goldmedaille.

Besonders groß war die Freude über den Sieg bei den beiden Herren im Mixed-Team, hatten sie sich doch am Vortag ohne weibliche Hilfe mit Silber begnügen müssen. Im Team mit Josef Ritzer, David Haagen war Slowenien klar außer Reichweite gewesen.

Österreichs Kombinierer komplettierten zum Abschluss ihren Medaillensatz. Nach Silber durch Johannes Lamparter und Bronze durch Lisa Hirner hatte nur mehr Gold gefehlt. Das holte Lamparter im Team mit Fabio Obermeyr und den St. Veiter Brüdern Thomas und Stefan Rettenegger mit mehr als einer halben Minute Vorsprung auf Frankreich.

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