Soccergolf

"Hier mitzuspielen ist für mich ein Geschenk"

Ex-Kicker Thomas Kirchberger lässt sich von seiner Krebserkrankung nicht unterkriegen. Beim Heimturnier im Soccergolf schöpfte er Kraft.

Trotz schwerer Krankheit musste sich Thomas Kirchberger (l.) bei den Austrian Open nur dem Dänen Anders Bolerup (Mitte) geschlagen geben. Mit Robert Brandner (r.) landete ein weiterer Salzburger auf Rang drei. SN/soccerpark
Trotz schwerer Krankheit musste sich Thomas Kirchberger (l.) bei den Austrian Open nur dem Dänen Anders Bolerup (Mitte) geschlagen geben. Mit Robert Brandner (r.) landete ein weiterer Salzburger auf Rang drei.

Anfang des Jahres wurde bei Thomas Kirchberger ein aggressiver Krebs in der Nasennebenhöhle diagnostiziert. Die kurze Pause zwischen zwei Behandlungen nutzte der 49-jährige Ex-Fußballer, um bei den Austrian Open im Soccergolf Kraft zu schöpfen, und sprach dabei mit den "Salzburger Nachrichten" über seine Krankheit und seinen neuen Lieblingssport.

Warum wollten Sie unbedingt bei den Austrian Open mitspielen? Thomas Kirchberger: Zum einen habe ich hier letztes Jahr gewonnen. Zum anderen ist das Soccergolf für mich wie meine zweite Welt. Hier treffe ich viele Freunde und Kollegen. Allein, hier mitspielen zu können, ist für mich ein Geschenk und gibt mir Kraft. Zum Glück war es mir möglich, meinen Therapieplan so anzupassen, dass das Turnier in die kurze Zeit zwischen Chemo- und Strahlentherapie fällt.

Behindert Sie Ihre Erkrankung beim Spielen? Nach meiner ersten Testrunde wollte ich meine Teilnahme fast schon absagen. Denn für die langen Bälle fehlt mir einfach die nötige Kraft. Aber nachdem ich mich darauf eingestellt und auch meine Spielweise geändert hatte, waren meine Runden wieder stark genug, um hier mitspielen zu können.

Wie haben Sie Soccergolf für sich entdeckt? Mit 40 hab ich meine aktive Karriere als Fußballer beendet und dann noch sechs Jahre als Trainer draufgelegt. Danach hab ich erst einmal Abstand vom Fußball gebraucht. Als ich dann zufällig am Soccerpark vorbeigeradelt bin, war ich fasziniert und habe es gleich einmal ausprobiert. Nach meiner ersten Runde habe ich mir gedacht, das muss ich doch eigentlich viel besser können.

Wie intensiv haben Sie bislang Soccergolf gespielt? Normalerweise bestreite ich pro Jahr fünf Turniere. Das kostet mich 15 Urlaubstage und 2000 bis 3000 Euro. Mittlerweile bin ich die Nummer sieben der Welt.

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