Regionalsport

Sportverbot kommt auch im Flachgau, Pinzgau und Pongau: Fußball-Unterhaus wird ausgesetzt

Nachdem in drei weiteren Bezirken die Corona-Ampel auf Rot geschaltet wurde, verordnet die Landesregierung ein Veranstaltungsverbot bis Mitte November. Ausnahmen gelten für den Profisport. Die Fußball-Amateurligen werden vorerst ausgesetzt.

Nicht nur der Fußball ruht in Salzburg in den kommenden Wochen. SN/gepa pictures/ christian walgram
Nicht nur der Fußball ruht in Salzburg in den kommenden Wochen.

Was in den vergangenen Tagen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen in Salzburg befürchtet wurde, ist seit Freitag fix: Nachdem die Corona-Ampel auch im Flachgau, Pongau und Pinzgau auf Rot geschaltet worden war, hat die Landesregierung - wie im Tennengau - in den drei neuen "roten" Bezirken ein Veranstaltungsverbot verhängt. Die Verordnung gilt ab Samstag bis vorerst 15. November.

Nur Profisport bleibt landesweit erlaubt

Wettkämpfe und Gruppentrainings sind damit in den nächsten drei Wochen nur mehr in der Stadt Salzburg und im Lungau erlaubt. Landesweit ausgenommen vom Sportverbot sind nur Profisportler, die an bundesweiten oder internationalen Bewerben teilnehmen oder sich darauf vorbereiten. In geschlossenen Räumen sind dabei keine Zuseher erlaubt. Bei Freiluftveranstaltungen gilt die Obergrenze von 1500 Zusehern, wenn ihnen Sitzplätze zugewiesen werden können.

Fußball-Unterhaus wird ausgesetzt

Damit wurden die zahlreichen Fußballvereine des Landes wohl vorzeitig in die Winterpause geschickt. Denn der Salzburger Fußballverband hat den Spielbetrieb am Freitag mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres ausgesetzt. Betroffen sind alle Meisterschafts- und Freundschaftsspiele sowie Turniere im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich. Auch alle Freitagsspiele wie das Regionalligaduell zwischen Grünau und St. Johann wurden abgesagt.

Auch Freitagsspiele wurden abgesagt

"Schade, aber es ist nicht unvernünftig, jetzt einen Riegel vorzuschieben", erklärt St. Johanns Trainer Ernst Lottermoser, der aber betont: "Im Fußball haben wir uns nichts vorzuwerfen. Es gab bisher kaum Ansteckungen." Verständnis für die Ausweitung des Sportverbots äußert auch Anifs Obmann Norbert Schnöll: "Das war die logische Folge der Entwicklungen."

Fußballverband will bald Fahrplan erstellen

Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden soll, will der Fußballverband in der kommenden Woche entscheiden. Dass nach der mehrwöchigen Trainingspause noch 2020 gespielt wird, erscheint auch den SFV-Verantwortlichen unrealistisch. "Wir wollen eine klare Ansage über den weiteren Fahrplan machen und nichts auf die lange Bank schieben", heißt es von Verbandsseite.

Zu klären ist vor allem, wie die Regionalliga Salzburg fortgesetzt bzw. bei einem Abbruch gewertet werden kann. Denn in dieser Spielklasse braucht es eine Entscheidung, welche zwei Teams in der für das Frühjahr geplanten überregionalen Westliga spielen.


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