Fusion ist keine Erfolgsgarantie

Aus zwei kranken Vereinen wird nicht automatisch ein gesunder.

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Standpunkt Thomas Gottsmann

Seit Jahren träumen viele Funktionäre der Union und des FC von einem Halleiner Großclub. Oft wurden die Verhandlungen ohne positiven Ausgang abgebrochen, jetzt dürfte es endlich so weit sein. Die Verantwortlichen der beiden Vereine bereiten derzeit alles vor, um die Zusammenlegung in den nächsten Wochen zu fixieren. Wie ernst es der FC Hallein meint, sieht man an den jüngsten Plänen. FC-Obmann Helmut Wasserbacher und Co. ziehen sogar in Erwägung, ihre Mannschaft im Winter vom Spielbetrieb abzumelden und die besten Spieler sofort zum künftigen Bruder zu schicken, um dessen Chancen auf den Klassenerhalt in der Salzburger Liga zu erhöhen.

Das Vorhaben, einen starken Halleiner Club zu schaffen, ist vom Grundgedanken sehr gut, allein eine Fusion macht aus zwei schwächelnden Vereinen aber noch keinen Spitzenclub. Die Funktionäre beider Teams haben in der Vergangenheit immer wieder große Ziele ausgerufen, die Träume sind aber immer wieder zerplatzt wie eine Seifenblase. Übrig geblieben sind nach jahrelanger Misswirtschaft zwei kranke Vereine, die allein keine rosige Zukunft vor sich haben würden. Der neue Großclub kann aber nur Erfolg haben, wenn der Vorstand aus Leuten besteht, die keine unrealistischen Ziele verfolgen, sondern Kompetenz, Sachverstand und Besonnenheit mitbringen.

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