Regionalsport

STC-Aus öffnet neue Türen für ambitionierte Salzburger

Der Rückzug des Traditionsvereins aus der 1. Tennis-Bundesliga ist die Chance für andere Clubs. Bergheim bleibt daher wie Radstadt in der 2. Liga. Anif hat mit Ex-STC-Spielern nun hohe Ziele.

Salzburgs Nummer eins Jakob Aichhorn dürfte Anif verstärken. SN/gepa
Salzburgs Nummer eins Jakob Aichhorn dürfte Anif verstärken.

Obwohl die Salzburger Tennisprofis national wie international immer wieder Achtungserfolge feiern, geht die 1. Herren-Bundesliga 2020 ohne Salzburger in Szene. Doch der Rückzug des STC öffnet dafür anderen Vereinen Türen. So bleibt Union TCS Bergheim nun doch in der 2. Bundesliga. Zudem verfolgt TC GM Sports Anif mit möglicherweise zwei Ex-STC-Spielern die Vision 1. Bundesliga, ebenso der UTC Radstadt.

Bergheims Zwangsabstieg infolge der Farce um die "Legionäre", denen mitten in der vergangenen Saison die Gleichstellung aberkannt worden war, ist damit vom Tisch. "Wir greifen wieder an", jubelt Soma Kesthely, der Kapitän des langjährigen Stammgasts in der 2. Bundesliga. Radstadt hatte sich heuer in der Premierensaison beachtlich im Mittelfeld klassiert und strebt nun Höheres an. Den Mannschaftsstamm um Lukas Neumayer, der diese Woche beim weltweit prestigeträchtigsten Juniorenturnier "Orange Bowl" in Florida Österreichs Fahnen hochhält, könnte der tschechische Ex-STC-Legionär Jaroslav Pospisil verstärken.

Das Rennen um die nach dem STC-Aus aktuell ebenfalls vereinslosen Salzburger Jakob Aichhorn und Benedikt Emesz dürfte hingegen Anif machen. "Wir wollen eine Mannschaft mit fast ausschließlich Salzburgern, die die Qualität haben, dass wir kommende Saison in die 2. Liga aufsteigen, und die uns mittelfristig in die 1. Liga führen", sagt Kapitän Gerald Mandl. Mit Aichhorn, Emesz und Bernd Kößler (das Trio zählt zum engen Favoritenkreis beim 2. Wintercupturnier in Anif) wäre Anif in der Landesliga jedenfalls unantastbar. Und wohl auch in den Aufstiegsspielen im Turnier der Landesmeister, in dem Anif im Herbst gescheitert war, wäre man dann Favorit.

In der Landesliga geht es dann auch für den regierenden Meister nur um Platz zwei. Allerdings unter einem anderen Namen für einen neuen Verein, denn die Mannschaft von Kapitän Marc Kittinger wechselt - inklusive der Lizenz - geschlossen vom Post SV zum UTC Bergheim. Wer und wie viele Mannschaften in der Landesliga 2020 teilnehmen, steht noch nicht fest. Fix ist nur, dass sich der HSV Wals zurückzieht. Zudem scheint die Teilnahme der bisherigen zweiten STC-Mannschaft nicht gesichert.

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