Tischtennis

Kuchler verpassen nach Überraschungsstart die Sensation

Dem TTC Kuchl ist es nicht gelungen, zum zweiten Mal in Folge ins Finale des Intercups einzuziehen. Nach 2:0-Führung verlor der Tennengauer Zweitligist noch sein Heimspiel gegen Buschhausen.

Vier Stunden lang ging es im Intercup-Halbfinale zwischen Kuchl und Buschhausen hin und her. Letztlich mussten sich die Tennengauer aber dem Favoriten aus Deutschland mit 2:4 geschlagen geben und verpassten den neuerlichen Einzug ins Finale des europaweiten Amateurbewerbs.

"Es war ein ganz heißes Match. Auch wenn es sich am Ende nicht ganz ausgegangen ist, bin ich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Sie hat unglaublich gekämpft, am Ende haben nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben", meinte Kuchl-Coach Attila Halmai, der nach der schnellen 2:0-Führung seiner Schützlinge schon die Sensation gewittert hatte. Denn Neuzugang Adrian Dillon zeigte bei seinem Debütmatch gleich, welch nervenstarker Kämpfer er ist. So lag der gebürtige Tiroler im Entscheidungssatz bereits mit 7:10 zurück, wehrte aber drei Matchbälle ab und setzte sich schließlich noch mit 13:11 durch.

"Da hat er taktisch und technisch eine super Leistung gezeigt. Und auch das Zusammenspiel mit mir als Trainer hat schon sehr gut funktioniert. Er hat meine Hinweise, Anweisungen und Tipps sofort umgesetzt", lobt ihn Coach Halmai. Dass Dillon heuer eine große Verstärkung werden kann, hatte sich aber bereits in die Vorbereitungszeit abgezeichnet. "Er ist jetzt seit 19. Juli bei uns und trainiert sehr konzentriert, zwei bis drei Mal täglich", weiß Halmai, der Dillon eine große Zukunft prophezeit. "Sein erklärtes Ziel ist es ja, Tischtennisprofi zu werden. Wenn er so weitermacht, bin ich mir sicher, wird er ein großer Spieler werden."

Weniger zufrieden konnte Kuchls Nummer eins Mate Moricz mit seiner Leistung sein. Nach einem souveränen Auftaktsieg musste er sich sowohl im Doppel mit Thomas Ziller als auch bei seinem zweiten Einzelauftritt geschlagen geben. "Er hat irgendwie ein bisschen kraftlos gespielt. Ich weiß auch nicht, was da mit ihm los war", rätselt auch Coach Halmai.

Großes Lob vom Trainer gab es dagegen für Eigengewächs Ziller, der trotz zweier Niederlagen zu begeistern wusste. "Thomas gibt immer alles und nie auf", betont der Coach. Diese Bissigkeit stellte der junge Kuchler vor allem in seinem zweiten Einzel unter Beweis. So gewann er einen Satz noch nach 1:6-Rückstand und zwang seinen routinierten Gegner über die volle Distanz. "Am Ende hat ihm leider manchmal einfach der nötige Mut gefehlt", erklärt Halmai.

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