Triathlon

Schlag ins Gesicht: Bei der EM ging alles schief

Lukas Pertl kämpfte sich trotz ausgerenktem Kiefer als 35. ins Ziel, Trainingskollege Lukas Hollaus sparte sich nach einem vermasselten Wechsel und Problemen mit dem neuen Rad den Lauf.

Hart im Nehmen: Lukas Pertl. SN/pertl
Hart im Nehmen: Lukas Pertl.

Als sei ein Triathlon nicht fordernd genug, hatten die Salzburger Lukas Hollaus und Lukas Pertl am Samstag bei der EM im niederländischen Weert mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Während Hollaus nach einer Pannenserie aufgab, lief Pertl trotz früh zugezogener Verletzung als 35. ins Ziel.

"Auf der zweiten Schwimmrunde habe ich bei einer Boje einen Schlag auf den Kiefer bekommen und mir diesen ausgerenkt", schildert Pertl den Moment, der eine gute Platzierung früh in weite Ferne rücken ließ. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit und mit großen Schmerzen setzte der Gasteiner das Rennen aber fort. Auf der flachen Radstrecke war der Zug jedoch längst abgefahren, verlor er auf die Spitzengruppe rund um Olympiasieger Alistair Brownlee - den späteren Gewinner - viel Zeit. "Mit einem guten Lauf habe ich mich noch etwas verbessern können", sagt der 24-jährige Heeresleistungssportler, der die anvisierten Top 30 verpasste. "Es ist enttäuschend, dass das Rennen mit dem Schlag ins Gesicht schon so bald vorbei war. So etwas bleibt aber hoffentlich die Ausnahme."

Gar nicht nach Wunsch verlief der Wettkampf über die olympische Distanz auch für Hollaus, der den Zehn-Kilometer-Lauf nicht mehr in Angriff nahm. "Das hätte keinen Sinn mehr gemacht", erklärt der 32-Jährige, der nach einem soliden Schwimmen den Wechsel verpatzte. "Ich bin an meinem Platz vorbeigelaufen und dann nicht aus meinem Neoprenanzug herausgekommen." Auf der Radstrecke büßte der Niedernsiller zudem für die falsche Materialwahl. "Es war ein Fehler, mit dem neuen Rad zu fahren. Dass es nach den vier starken Rennen heuer diesmal nicht gut gegangen ist, nehme ich also auf meine Kappe", sagt Hollaus, der beim Weltcup in Astana in zwei Wochen wieder auf das altbewährte Rad umsatteln wird.

Quelle: SN

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