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Triathlon

Verbesserter Matzinger will aufs Weltcuppodest

Der zweifache Paralympicssieger von 2012 hat sich vom Sprinter zum Triathleten gewandelt. Bei seinem Weltcupstart in Kanada hat der Salzburger schon die Spiele 2020 in Tokio im Visier.

Dass er trotz seiner Behinderung sensationell schnell laufen kann, muss Günther Matzinger niemandem mehr beweisen. Da sprechen seine Erfolge der letzten Jahre eindrucksvoll für sich. Bei den Paralympischen Spielen in London hat er sich 2012 Gold über 400 und 800 m ersprintet, 2013 und 2017 kamen Weltmeistertitel hinzu, 2018 kürte er sich schließlich noch in Berlin zum Europameister.

Mittlerweile hat sich Matzinger aber dem Triathlon zugewandt, wo er mit ebenso viel Ehrgeiz wie auf der Laufbahn einen Start bei den Paralympics 2020 in Tokio im Visier hat. Ein durchaus ambitioniertes Ziel für den Neo-Triathleten, können sich doch in seiner Kategorie nur maximal zehn Athleten über die Weltrangliste für das Großereignis qualifizieren. Aktuell liegt Matzinger immerhin auf Rang 16.

Auch deshalb geht der 32-jährige Lungauer mit einem ambitionierten Vorhaben in seinen ersten Weltcup-Triathlon der Saison. "Mein Ziel ist ein Podestplatz", betont er vor seinem Start im kanadischen Magog.

Bei seinem Weltcupdebüt als Triathlet vor gut einem Jahr im spanischen Águilas hatte er den Sprung aufs Stockerl noch knapp verpasst. Nach 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen fehlten Matzinger am Ende nur 36 Sekunden auf seinen ersten Podestplatz.

Seither feilt er aber konsequent an seiner Technik und hat sich im Wasser und auf der Radstrecke deutlich weiterentwickelt. "Das Schwimmen geht schon um einiges besser", hofft Matzinger, dass er den Rückstand in der Startdisziplin weiter verringern konnte. "Zudem haben wir auf dem Rad sehr viel an der Aerodynamik gearbeitet", betont der Lungauer, der nun mit einem Zeitfahrlenker unterwegs ist.

Seinen letzten Bewerb in etwas kleinerem Maßstab hat Matzinger übrigens gewonnen. Beim Chiemsee-Triathlon lief er in der Mixed-Staffel mit Katharina Loidl und Jakob Kaiser noch von Platz zwei zum Sieg.

Ein weiterer Salzburger Triathlet geht am Wochenende beim Europacup in Tartu an den Start. Lukas Pertl will über die Sprint-Distanz erstmals im Europacup unter die Top 5 kommen.

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