Triathlon

Verlorene Badehaube kostet Platz in Top 10

EIn Versprechen für die weitere Saison: Triathlet Lukas Hollaus lief beim Sprint-Weltcup in Madrid trotz zehn Strafsekunden zum zwölften Platz. Lukas Pertl kam als 31. ins Ziel.

Am Weg nach Tokio: Lukas Hollaus lief in Madrid auf den starken zwölften Platz. SN/privat
Am Weg nach Tokio: Lukas Hollaus lief in Madrid auf den starken zwölften Platz.

Nur 31 Sekunden hinter dem deutschen Sieger Justus Nieschlag hat das Niedernsiller Triathlon-Ass Lukas Hollaus am Sonntag beim Sprint-Weltcup in Madrid die Ziellinie überquert. Weil der 32-Jährige bei einem Wechsel die Badehaube verloren hatte, musste er davon allein zehn Sekunden kurz vor Schluss in der Strafbox abbüßen. "Sehr ärgerlich, weil da noch drei Athleten an mir vorbeigezogen sind", sagt Hollaus, der aber auch mit dem zwölften Platz leben kann: "Ein gutes Ergebnis. Man sieht: Es fehlen nur Nuancen zur absoluten Weltspitze."

Die Weltelite war in Spanien stark vertreten, weil Punkte für die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio vergeben wurden. "Darauf richte ich alles aus. Mit dem zwölften Platz habe ich nun weitere gute Punkte gesammelt", jubelt der Heeressportler, der mit einem schlechten Gefühl in den Bewerb gestartet war. "Ich bin nicht ganz fit, war beim Schwimmen dann auch dementsprechend kraftlos. Da habe ich das Rennen im Kopf fast schon aufgegeben", erklärt Hollaus, der an Land aber in beiden Disziplinen zur Höchstform auflief.

Auf der enorm anspruchsvollen Radstrecke machte er mit einem Portugiesen im Schlepptau 40 Sekunden auf die Führungsgruppe wett. "Das war wahrscheinlich das beste Radfahren meiner Karriere. Und auch das Laufen hat super funktioniert", betont der Pinzgauer, der nur von der besagten Zeitstrafe zu bremsen war. "Die starke Leistung gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass das Training Früchte trägt. Wenn ich bei 100 Prozent bin, wird noch mehr gehen."

Extrem gefordert war in Madrid auch Trainingskollege Lukas Pertl. Der Gasteiner landete zwei Tage nach seinem 24. Geburtstag mit 1:45 Minuten Rückstand auf dem 31. Rang. "Das war eines der härtesten Rennen bisher", findet Pertl, der nach einer starken Schwimmleistung in der ersten Gruppe aufs Rad stieg. Dort überzog der Heeressportler aber auf dem letzten Anstieg. "Beim Laufen habe ich dann schnell abreißen lassen müssen", schildert Pertl, der aber das Positive nach Cagliari mitnimmt, wo die beiden Salzburger am 18. Mai den nächsten Sprint-Weltcup bestreiten: "Beim Schwimmen habe ich mich sehr gesteigert."

Quelle: SN

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