Regionalsport

UTTC Salzburg gelingt im ersten Halbfinale Sensation

Vor allem Koyo Kanamitsu und Carlo Rossi brillierten beim überraschenden 4:1-Heimerfolg über den klaren Favoriten Wels. Am Montag folgt das Rückspiel in Oberösterreich. Die Salzburger haben nun eine realistische Chance ins Bundesliga-Endspiel - und damit auch in die Champions League - einzuziehen.

Koyo Kanamitsu, Francisco Sanchi, Michael Trink und Carlo Rossi (von links) überzeugten. SN/uttc
Koyo Kanamitsu, Francisco Sanchi, Michael Trink und Carlo Rossi (von links) überzeugten.

Mit dem erstmaligen Einzug in das Halbfinale der Tischtennis-Bundesliga in der 75-jährigen Vereinsgeschichte scheint sich der UTTC Salzburg nicht zu begnügen. Die Salzburger boten dem Grunddurchgangssieger und Topfavoriten aus Wels im Hinspiel im Nonntaler Sportzentrum Mitte am Samstag nicht nur Paroli, sondern gewannen völlig überraschend mit 4:1. "Damit hätten wir nie gerechnet. Wir sind überglücklich, aber nach wie vor der Außenseiter", sagte Obmann Günther Höllbacher. Im Rückspiel in Oberösterreich am Montag (17 Uhr/live ORF Sport+) benötigt das UTTC-Team nun zwei Punkte, um sensationell ins Finale einzuziehen.

Entfesselter Koyo Kanamitsu legte Grundstein

Zum Auftakt des dreistündigen Schlagabtauschs rang Salzburgs Japan-Legionär Koyo Kanamitsu im Duell der Topspieler Frane Kojic, mit 16 Siegen in 17 Spielen im Grunddurchgang die Nummer eins der gesamten Bundesliga, mit 3:1 nieder. Kanamitsu, der den Welser bereits im Oktober voll gefordert, aber knapp verloren hatte, startete energisch und entschied den ersten Satz nach hochklassigen Ballwechseln klar mit 11:4 für sich.

Koyo Kanamitsu spielte groß auf. SN/uttc salzburg
Koyo Kanamitsu spielte groß auf.

Im zweiten Satz verspielte er eine frühe Führung. Kojic nutzte seinen vierten Satzball und glich mit 12:10 aus. Umgekehrtes Spiel im dritten Durchgang: Kanamitsu nutzte seine vierte Chance, um den Satzgewinn zu fixieren, und setzte sich mit 11:8 durch. Danach schien alles auf einen fünften Satz hinauszulaufen, doch der 20-jährige Japaner verwandelte einen 6:8-Rückstand in einen 11:8-Sieg. Gleich der erste Matchball saß.

Auch Carlo Rossi glänzte

Lange hielt Salzburgs Führung aber nicht. Die Nummer zwei des UTTC, der Argentinier Francisco Sanchi, war gegen Andreas Levenko chancenlos. Er steigerte sich nach schwachem Start, unterlag dennoch klar mit 2:11, 6:11 und 11:13. Doch wer damit die Wende eingeleitet sah, wurde von Carlo Rossi eines Besseren belehrt. Der Italiener im UTTC-Trikot präsentierte sich in Bestform und ließ Adam Szudi, der im Grunddurchgang eine 15:1-Bilanz aufwies, keinen Satz und siegte mit 11:9, 11:3 und 11:6. Mit einer 2:1-Führung für die Hausherren ging es damit ins Doppel.

Carlo Rossi war nicht zu bezwingen. SN/gepa pictures/ jasmin walter
Carlo Rossi war nicht zu bezwingen.


Spannendes Doppel ging an UTTC Salzburg

Auch in diesem waren die Gäste aus Wels zu favorisieren. Denn das Duo Kojic/Szudi hatte den Grunddurchgang als beste Paarung beendet. Doch im Halbfinalhinspiel wollte es für Wels einfach nicht nach Plan laufen: Die Salzburger Kanamitsu und Rossi, die ebenfalls zu den stärksten Formationen der Liga zählen, spielten groß auf und gewannen nach einem packenden Kampf mit 11:8, 4:11, 11:8 und 13:11. Damit hatten die Gastgeber nun alle Trümpfe in der Hand.

Kanamitsu fixierte den Heimerfolg

Und Kanamitsu spielte diese sofort aus. Im Duell der beiden ehemaligen Ersten der U21-Weltrangliste bezwang der Japaner Andreas Levenko. Nach einem 11:5 zum Auftakt bewies Kanamitsu im zweiten Durchgang sein Kämpferherz. Er wehrte einen Satzball ab und stellte mit einem 13:11 auf 2:0. Dann schien der Sieg zum Greifen nah, doch nach einem vergebenen Matchball ging Satz Nummer drei an den Welser (10:12). Der Japaner ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen - auch nicht, als Levenko beim nächsten Matchball ein Timeout wegen einer Knöchelverletzung nahm - und fixierte wenig später mit dem 11:8 den Heimsieg der Salzburger. "Da sieht man, was in unseren jungen Spielern steckt", jubelte Obmann Höllbacher.

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