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Regionalsport

Volgger war nicht zu stoppen

Während Kapitänin Eva-Maria Verworner verletzungsbedingt zuschauen musste, schoss Nationalspielerin Sophia Volgger die Salzburg Eagles in der EWHL zu zwei knappen Siegen.

Sophia Volgger erzielte gegen Hvidovre alle Salzburger Tore.  SN/eagles/fmt
Sophia Volgger erzielte gegen Hvidovre alle Salzburger Tore.

Gleich zwei Heimsiege feierten die Salzburg Eagles am Wochenende in der Elite Women's Hockey League EWHL. Bereits am Samstag setzten sie sich gegen Hvidovre mit 2:1 nach Verlängerung durch. Tags darauf mussten sie gegen die Däninnen nach einem 2:2 ins Penaltyschießen. Die große Matchwinnerin war in beiden Spielen Sophia Volgger. Die 23-jährige Zellerin erzielte alle Treffer der Eagles und verwertete auch den entscheidenden Penalty.

Wie gut sie ist, hat Volgger schon in jungen Jahren gezeigt. Seit sie 15 Jahre alt ist, spielt sie im Nationalteam. In diesem Alter wechselte sie auch von den Zeller Eisbären nach Schweden, wo sie die Schule beendete und gleichzeitig das moderne skandinavische Dameneishockey kennenlernte. "Mein Vater kommt von dort, deshalb konnte ich auch die Sprache schon. Das war eine tolle Erfahrung für mich", erzählt Volgger, die zwischenzeitlich auch von kanadischen Scouts zur Ontario Hockey Academy gelotst wurde. Mittlerweile studiert sie in Salzburg und zählt bei den Eagles und im Nationalteam zu den Schlüsselspielerinnen.

Zum Zuschauen verdammt war am Wochenende hingegen Kapitänin Eva-Maria Verworner. "Vor zwei Wochen hab ich mir in den letzten Sekunden des Spiels gegen die Sabres eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen und bin ein paar Tage im Krankenhaus gelegen", erklärt die 31-Jährige. Für das Nationalteam spielt Verworner mittlerweile nicht mehr, dafür übernimmt sie im Trainerstab immer mehr Verantwortung. Nachdem sie in den letzten Jahren als Headcoach des zweiten Salzburger Eagles-Teams reichlich praktische Erfahrung gesammelt hat, ist sie nun auch Cheftrainerin beim U16-Nationalteam und Assistentin bei der U18.

Zum Eishockeyspielen hat Verworner mit 13 Jahren angefangen. Nach der Matura im SSM ist sie zum Studium nach Schweden gezogen, wo sie für Västerhaninge IF und Södertälje SK spielte. Mittlerweile arbeitet sie in Salzburg als Diplomkrankenschwester.

Dass Salzburger Eishockeyspielerinnen ihr Sport ein Studium im Ausland ermöglicht, kommt immer öfter vor. Erst im Sommer sind Annika Fazokas und Isabella Burghart in die USA gewechselt. Anna Hanser versucht ihr Glück in Schweden.

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