Regionalsport

Walkner übernahm in Marokko die Führung

Kuchler Motorrad-Ass ließ sich auch von einem Sandsturm nicht bremsen. Aufholjagd in der marokkanischen Wüste mit Etappensieg gekrönt.

Matthias Walkner liegt beim WM-Lauf in Marokko nach zwei Etappen auf Siegkurs. SN/rb content pool
Matthias Walkner liegt beim WM-Lauf in Marokko nach zwei Etappen auf Siegkurs.

Mit dem Tagessieg auf der zweiten langen Etappe hat Matthias Walkner am Sonntag die Führung bei der Marokko-Rallye übernommen. Der Kuchler KTM-Pilot setzte sich auf der 334 Kilometer langen Wertungsprüfung durch die Dünen von Erg Chebbi vor dem Chilenen José Ignacio Cornejo durch. Sein erster Verfolger in der Gesamtwertung ist mit 19 Sekunden Rückstand der Chilene Pablo Quintanilla, dessen Honda-Kollege Ricky Brabec (USA) rangiert eine Minute hinter Walkner auf Platz drei.

Nach Platz neun im taktisch geprägten Prolog hatte sich der 35-jährige Kuchler am Samstag bei schwierigen äußeren Bedingungen auf Rang vier vorgearbeitet. "Da hat uns nach 70 Kilometern ein heftiger Sandsturm erreicht, die Sichtweite lag gerade mal bei 20 Meter", erinnert sich Walkner. "Für den Kopf ist so eine Etappe wahnsinnig anspruchsvoll, weil man die Konzentration keine Sekunde verlieren darf." So verfuhr sich etwa sein KTM-Kollege Toby Price und verlor auf der Etappe mehr als 40 Minuten.

Walkner konnte den Rückstand hingegen in Grenzen halten und ging nur mit 6:50 Rückstand auf den führenden Spanier Joan Barreda Bort in die zweite Wertungsprüfung. "Es war eine große Motivation, dass mein langjähriger Teamkollege und Freund Pablo Quintanilla vor mir gestartet ist", erklärte Walkner, der schnell Boden auf das vor ihm gestartete Honda-Trio gutmachen konnte. "Beim Tankstopp habe ich gesehen, dass ich auf die Honda-Jungs aufgeholt habe. Das hat mir einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben", berichtete der Kuchler, der letztlich José Ignacio Cornejo um 1:19 Minuten und Quintanilla um 2:50 Minuten abhängen konnte.

Nach anfänglichen Problemen macht Walkner die Rallye immer mehr Freude. "Das Motorrad fühlt sich echt gut an und auch mit der Navigation komme ich jetzt gut zurecht. Bei den schwierigen Passagen habe ich etwas dosiert und dort, wo es (von der Navigation her) einfacher war, Vollgas gegeben", erzählt der Dakar-Sieger von 2018. Nachteil seiner Führung ist, dass er nun die dritte Etappe eröffnen muss. "Da kann man sich sehr schnell verfahren", weiß Walkner.

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