Wasserball

49-Jähriger half in Bundesliga aus: "Mir macht es immer noch enorm viel Spaß"

Salzburg-Routinier Christian Stickler ist nicht zu bremsen. Nach seinem Debüt als Teamtrainer stieg er zum Bundesligaauftakt wieder für seinen Stammclub ins Wasser.

Routinier Christian Stickler ist in der Wasserball-Bundesliga immer noch für Tore gut. SN/krugfoto
Routinier Christian Stickler ist in der Wasserball-Bundesliga immer noch für Tore gut.

Christian Stickler kann vom Wasserball einfach nicht genug kriegen. Da sein Stammverein Paris Lodron Salzburg am Wochenende beim Bundesligastart in Innsbruck unter akuter Personalnot litt, sprang der Sportliche Leiter einmal mehr als Spieler ins Wasser. Aber auch fünf Treffer des Routiniers konnten die drei Niederlagen nicht verhindern.

"Schade, wir hätten alle Partien auch gewinnen können. Wir hatten einige Ausfälle zu verkraften und ein solcher personeller Engpass macht sich bei unserem Club leider schnell bemerkbar. Zudem hatten wir nicht genug Zeit zur Vorbereitung", erklärt der 49-Jährige, dem die drei Spiele binnen 20 Stunden auch am Montag noch in den Knochen steckten. "Die Regeneration dauert bei mir jetzt schon etwas länger. Aber mir macht es einfach immer noch enorm viel Spaß, mit drei Generationen, die ich hier begleitet habe, wettkampfmäßig Wasserball zu spielen", betont Stickler, der seit der Neugründung des Clubs 1988 für Salzburg spielt und dabei auch immer wieder als Trainer die Fäden zog.

Um Nachwuchs für den Verein muss er sich keine Sorgen machen. Mit Sohn Leon und Amel Alic sind zwei 14-Jährige bereits so stark, dass sie mit dem Bundesligateam mittrainieren. "Ein Einsatz in der Kampfmannschaft ist für die beiden aber heuer noch kein Thema, da sind die körperlichen Defizite gegen gestandene Bundesligaspieler einfach zu groß. Aber mit 15 Jahren sollten sie dann schon mitspielen können", erklärt Stickler.

So zeigen sie einstweilen ihr Talent in den Nachwuchsmannschaften. Am Wochenende feierten sie mit der U15 drei Siege in der Schüler-Bundesliga. Der junge Stickler erzielte dabei 16 Treffer, Alic einen mehr. "Das war ein grandioses Ergebnis zum Saisonstart. Das ist derzeit unser stärkstes Nachwuchsteam", freut sich der stolze Papa.

Große Pläne hätte er auch mit dem Herren-Nationalteam. Bei seinem ersten Einsatz als Chefcoach führte er Österreich überraschend zur Bronzemedaille beim stark besetzten Brünn-Cup. Allerdings wurde danach ein Coronafall im Team bekannt, der Stickler und Co. in Quarantäne zwang und damit den Bundesliga-Auftakt ins Wasser fallen ließ. "Ich würde gerne mit dem Nationalteam weiterarbeiten und mit ihm die EM-Qualifikation bestreiten", verrät Stickler. "Da sind wir zwar noch in Verhandlungen, aber es sieht ganz gut aus."

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