Regionalsport

Zells Eishockey hat ein Nachwuchsproblem

Nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen Feldkirch sind die Play-offs fast außer Reichweite. Dennoch ist die Bilanz positiv - bis auf ein Detail.

Während die Zeller Eisbären (rechts Benedikt Wohlfart) das Play-off ziemlich sicher verpassen, haben die Red Bull Juniors noch alle Chancen eine Runde weiterzukommen. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Während die Zeller Eisbären (rechts Benedikt Wohlfart) das Play-off ziemlich sicher verpassen, haben die Red Bull Juniors noch alle Chancen eine Runde weiterzukommen.

Das war es wohl mit den Play-offs in der Alps Hockey League: Mit einer bitteren 0:3-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen die VEU Feldkirch ist der notwendige Gruppensieg in weite Ferne gerückt. Die Zeller scheiterten am starken Italo-Keeper Alex Caffi im VEU-Tor und den Mätzchen der vielen älteren Ex-Profis bei den Gästen. Dem 33-jährigen Martin Mairitsch gelangen alle drei Tore, davon zwei in Überzahl. Diese Powerplays erkämpften sich die Vorarlberger auch mit vielen Mätzchen - am Ende setzte sich die Routine in diesem Duell durch.

Dennoch zog Zells Sportlicher Leiter Philipp Wurzer ein recht positives Resümee der Saison, die wohl Anfang März zu Ende gehen wird. "Wir haben uns organisatorisch sehr gut neu aufgestellt und haben eine spielfreudige Truppe, die heuer auch die Top-Teams in der Alps Hockey League allesamt fordern konnte, und haben unseren Zuschauerschnitt um 200 auf 1200 steigern können, auch dank der gut besuchten Spiele um Weihnachten."

Die Mannschaft des kommenden Jahres wird sich daher nicht grundlegend von der heurigen unterscheiden. Der slowenische Trainer Jaka Avgustincic ("Er kann gut mit den jungen Spielern arbeiten") soll ebenso bleiben wie die meisten Zeller Legionäre. "Wir sind mit allen in guten Gesprächen." Nur ein Detail trübt die gute Bilanz: Zells Eishockey hat ein Nachwuchsproblem. Obwohl man fast 100 Kinder im Nachwuchs hat, konnte man heuer keine U18- und U20-Mannschaft stellen. "Die dafür infrage kommenden Spieler wechseln in die Salzburger Akademie", sagt Wurzer. Doch von fünf U20-Spielern schafft es nächstes Jahr nur Tobias Dilsky in die Kampfmannschaft.

Die Red Bull Juniors übernahmen mit einem 3:1-Sieg in Gröden (Tore: Meisaari, Tjernström, Arrak) die Führung der Gruppe A, da Sterzing in Wien 0:6 verlor. Gewinnen die Jungbullen auch am Samstag (19.15) das Heimspiel gegen die Broncos, steht die Tür zu den Play-offs ganz weit offen.

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