Regionalsport

Zwei Favoriten setzen ein Ausrufezeichen

Austria Salzburg und Saalfelden starteten mit klaren Erfolgen in die neue Regionalliga-Saison, schieben die Favoritenrolle aber von sich.

Die Austria (r. Alexander Schwaighofer) ließ St. Johann keine Chance.  SN/krugfoto/Krug Daniel jun.
Die Austria (r. Alexander Schwaighofer) ließ St. Johann keine Chance.

Während der Topfavorit SAK am Freitag mit einem 4:4 gegen Anif holprig startete, erwischten die Mitfavoriten Austria Salzburg (3:0 gegen St. Johann) und Saalfelden (4:1 in Grünau) einen Traumstart.

Vor allem für Aufsteiger Austria Salzburg hätte die erste Runde in der Regionalliga Salzburg nicht besser laufen können. Vor 1100 Zuschauern spielte die Elf von Trainer Christian Schaider in der ersten Halbzeit wie aus einem Guss und ging durch Neuzugang Marinko Sorda, der St. Johanns Goalie Dominik Waltl sehenswert überhob, auch verdient in Führung (19.). Nach einer Schwächephase in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte machten die beiden Joker Lukas Paulik (64.) und Resul Omerovic (90.) den Sack zu. "Mit diesem Start können wir natürlich sehr gut leben. Es war aber noch nicht alles Gold, was glänzt", betont Schaider, der von einem Spitzenplatz in der neuen Regionalliga Salzburg auch nach dem sehr starken Start nichts wissen will: "Als Aufsteiger wollen wir uns in der Liga etablieren. Ich bleibe dabei: In der Favoritenrolle sind andere Mannschaften. Neben dem SAK schätze ich Saalfelden sehr gut ein."

Doch auch im Pinzgau will man von der Favoritenrolle nichts wissen. "Spitzenplätze können nur Teams wie Red Bull und Bayern planen. Wir nicht", tritt Startrainer Christian Ziege, trotz des klaren 4:1-Erfolgs gegen Grünau, auf die Euphoriebremse.

Dabei zeigte Saalfelden, das in Wals auf sechs Neuzugänge in der Startelf setzte, gegen Grünau in der ersten Halbzeit, dass sehr viel Qualität in der Mannschaft steckt. Neo-Offensivkraft Pablo Ruiz schoss die Gäste nach 14 Minuten in Führung und legte fünf Minuten später das 2:0 von Thomas Herzog mustergültig auf. "Danach hat mir aber das Tempo in unserem Spiel gefehlt", erklärt Ziege, dessen Elf sich aber auch vom Anschlusstreffer nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Lukas Moosmann und Tamas Tandari schossen Saalfelden in der Schlussphase letztendlich zu einem verdienten 4:1-Auswärtssieg. "Trotz des guten Starts haben wir noch viel Luft nach oben. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten", betont Ziege, der die neue Liga noch nicht wirklich einschätzen kann: "Wir werden erst nach ein paar Runden sehen, wo unsere Reise hingeht."

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