Regionalsport

Zwillinge begegnen sich als Gegner

Vier Tage vor ihrem 34. Geburtstag kämpfen Peter und Alexander Pöllhuber heute, Freitag, im direkten Duell um Westliga-Punkte.

Seekirchens Peter Pöllhuber (l.) trifft am Freitag auf seinen Zwillingsbruder Alexander.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Seekirchens Peter Pöllhuber (l.) trifft am Freitag auf seinen Zwillingsbruder Alexander.

Für zwei Spieler ist das Salzburg-Derby zwischen Seekirchen und Bischofshofen eine ganz besondere Partie. Die eineiigen Zwillinge Peter und Alexander Pöllhuber treffen heute im direkten Duell aufeinander. "Ich freue mich auf diese Partie. Wir werden uns am Platz zwar nicht oft begegnen, aber trotzdem ist es etwas Besonderes", erklärt Seekirchens Peter Pöllhuber, der wie sein Zwillingsbruder Alexander in der Abwehr spielt. "Bei Standardsituationen werden wir uns wohl über den Weg laufen", sagt Alexander. Auf dem Fußballplatz sind die Pöllhubers imposante Erscheinungen. Mit zwei Metern Körpergröße überragen sie fast jeden Gegenspieler.

Während sich das Brüderduell in der Hinrunde auf wenige Minuten beschränkte - Peter wurde bei der 1:3-Pleite von Seekirchen erst in der Schlussphase eingewechselt -, werden dieses Mal wohl beide von Beginn an spielen. Und es könnte das letzte "Pöllhuber-Duell" auf dem grünen Rasen sein. Alexander wird Bischofshofen im Sommer verlassen und höchstwahrscheinlich beim Landesligisten Siezenheim andocken. Peter hat dagegen seinen Vertrag in Seekirchen um ein weiteres Jahr verlängert.

Die bald 34-jährigen Ex-Profis können auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Alexander absolvierte für Sturm Graz, Mattersburg, Altach und Red Bull Salzburg insgesamt 177 Bundesliga-Partien. Peter kommt zwar nur auf 14 Einsätze (Admira Wacker) in Österreichs höchster Spielklasse, lief dafür 106 Mal in der 2. Liga auf. "Ich war oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir waren beide gleich talentiert, ich hatte einfach mehr Glück", sagt Alexander, der fünf Minuten früher als sein Zwillingsbruder auf die Welt kam.

Zum Abschluss ihrer Karrieren soll ein Wunsch noch in Erfüllung gehen. "Wir haben seit dem Nachwuchs nicht mehr in einer Mannschaft gespielt, vielleicht geht sich das noch einmal aus", sagt das Brüderpaar, das über Leopoldskron und Austria Salzburg den Sprung in den Profifußball schaffte.

Im zweiten Freitagsspiel mit Salzburger Beteiligung trifft Anif auswärts auf die Altach Amateure.
Freitag: Seekirchen - Bischofshofen (19 Uhr), Altach Amateure - Anif (19.15), Reichenau - Schwaz (18).

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