Tennis

Dominic Thiem ist in Wien rechtzeitig in Topform

Nach einem starken zweiten Auftritt bei den Erste Bank Open und einem souveränen Zweisatzsieg über Cristian Garin wartet am Freitag im Viertelfinal-Schlager Andrej Rublew auf Österreichs Tennisstar.

Dominic Thiem trifft nun auf Andrej Rublew. SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Dominic Thiem trifft nun auf Andrej Rublew.

Es war nicht nur die erwartete Steigerung, sondern eine Demonstration seiner Extraklasse. Nach einem erkämpften Sieg gegen einen Lucky Loser zum Auftakt hat Dominic Thiem seine zweite, vermeintlich viel schwierigere, Aufgabe mit Bravour gemeistert und den Chilenen Cristian Garín, immerhin die Nummer 22 der Welt, mit 6:3, 6:2 souverän abgefertigt. Nun wartet am Freitag (2. Match nach 14.00 Uhr/live Servus TV) im Viertelfinale das Duell mit Andrej Rublew, dem Aufsteiger des Jahres.

Acht Asse, kein Breakball gegen sich und nur zwölf unerzwungene Fehler - Thiem durfte seine Leistung als "sehr, sehr solide" bezeichnen. In keinem Moment ließ er Zweifel über den Sieg aufkommen. Eine zumindest ähnlich starke Leistung wird es auch gegen Rublew brauchen. "Es ist diese Woche in die Top-10 eingezogen. Ich zähle ihn aktuell sogar zu den drei bis fünf besten Spielern. Er spielt jeden Ball mit Höchstgeschwindigkeit. Es wird eine unglaublich schwierige Aufgabe", sagt Thiem über das Duell mit dem 23-jährigen Russen, der eine grandiose Saison spielt.

Vier Titel und 36 Matches hat Rublew heuer gewonnen, nur Novak Djokovic war noch erfolgreicher. Die bisherigen direkten Duelle lassen einen spannenden Viertelfinalschlager erwarten. Thiem siegte 2017 und 2018, Rublew vergangenes Jahr in Hamburg sowie heuer bei seinem Einladungsturnier "Thiems' 7" in Kitzbühel. "Er ist einer meiner Lieblingskollegen und besten Trainingspartner auf der Tour", sagt Thiem. Der Superstar ist der letzte verbliebene rot-weiß-rote Vertreter.

Denn Jürgen Melzer scheiterte im Doppel-Viertelfinale und Jurij Rodionov konnte seinen Sensationssieg über Denis Shapovalov nicht ganz bestätigen. Der 21-jährige Wiener unterlag dem Briten Daniel Evans 5:7, 3:6, war aber alles andere als chancenlos. Der Ärger war dementsprechend groß: "Ich bin nicht wütend, weil ich verloren habe, sondern dass ich nicht meine Leistung gebracht habe", sagte Rodionov, der in beiden Sätzen mit Break geführt hatte, ehe ihn selbst der Aufschlag verließ. Das Turnierresümee fällt dennoch positiv aus: "Ich habe gesehen, dass ich mit den Weltbesten mithalten und sie auch schlagen kann." Zudem kassiert Rodionov mit knapp 33.000 Euro (brutto) ein für Spieler wie ihn beachtliches Preisgeld sowie 45 ATP-Punkte, die ihn auf sein neues Karrierehoch um Rang 140 bringen werden.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

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