Tennis

Dominic Thiem raste im Eiltempo ins Halbfinale von Paris

Mit einem souveränen 6:2, 6:4, 6:2-Sieg gegen den Russen Karen Chatschanow hat Dominic Thiem das Halbfinale bei den French Open erreicht. Sein Gegner dort wird am Freitag Novak Djokovic sein. "Auch da habe ich meine Chancen", sagt Österreichs Tennisstar.

Dominic Thiem.  SN/AP
Dominic Thiem.

Die vier besten Tennisspieler der Welt stehen im Halbfinale der French Open. Und mittendrin um die Jagd nach dem größten Sandplatztitel ist weiterhin auch Dominic Thiem. Österreichs Star besiegte im wegen Regens auf Donnerstag verschobenen Viertelfinale den Russen Karen Chatschanow in souveräner Manier 6:2, 6:4, 6:2 und trifft nun am Freitag im zweiten Match nach 13 Uhr (live ORF eins) auf den topgesetzten Serben Novak Djokovic, der den Deutschen Alexander Zverev beim 7:5, 6:2, 6:2 ebenso dominierte.

Wie bereits im Achtelfinale gegen Gaël Monfils konnte sich der 25-jährige Niederösterreicher nach Startschwierigkeiten ins Turnier nun ein weiteres Mal steigern. Er zwang Chatschanow, der davor Juan Martín del Potro besiegt hatte, von Anfang an sein Spiel auf und ließ in keiner Phase des Spiels Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde und musste in 1:47 Stunden keinen einzigen Breakball abwehren. "Ich habe eine sehr gute Mischung aus Aggressivität und Sicherheit gefunden, das war der Schlüssel", sagte Thiem. Die Statistik mit 29 Winnerschlägen, denen nur zwölf unerzwungene Fehler gegenüberstanden bestätigten den Vorjahresfinalisten.

Chatschanow, immerhin die Nummer elf der Welt, war diesem Druck nicht gewachsen und produzierte so gleich 37 Fehler. "Verdienter kann man nicht ins Halbfinale einziehen. Das war eine Meisterleistung", bilanzierte Trainer Nicolás Massú. Die Taktik war voll aufgegangen. Hohe, schnelle Topspin variiert mit Slice und Stoppbällen war jenes Rezept, gegen das Chatschanow keine Mittel fand. Frühe Breaks im ersten und dritten Satz sowie das entscheidende zum 5:4 im zweiten Durchgang sorgten dafür, dass die erwartet enge Partie nie zu kippen drohte.

Thiem bezeichnete sein viertes Halbfinale in Roland Garros in Folge als "Traum". Eine Meisterleistung bedarf es schon wieder heute, um den Traum vom zweiten Endspiel und ersten Triumph in Paris weiter am Leben zu halten. Das ist ihm bewusst, denn mit Djokovic wartet die Nummer eins der Welt: "Über ihn braucht man nicht viele Worte verlieren. Es ist ganz klar, dass ich mein bestes Tennis zeigen und auch ihm mein Spiel aufzwingen muss um zu gewinnen. Ich sehe auf jeden Fall Chancen dazu."

Setzt er seinen Lauf fort, dann wartet Rafael Nadal oder Roger Federer, die unmittelbar davor das erste Halbfinale bestreiten. Nur das Wetter könnte zur Geduldprobe werden. Es soll zeitweise regnen.

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