Tennis

Dominic Thiem schlägt nicht in Salzburg beim Davis Cup auf

Österreichs angeschlagener Tennisstar bekam zwar Entwarnung, wird beim Davis Cup aber fehlen. Nun soll ein 19-jähriger Debütant über sich hinauswachsen.

Dominic Thiem musste für das Duell mit Chile absagen. SN/APA/AFP/PAUL CROCK
Dominic Thiem musste für das Duell mit Chile absagen.

Was sich leider angedeutet hat, ist seit Mittwochabend nun fix. Österreichs Tennisstar Dominic Thiem muss für den Davis Cup in Salzburg, wo Österreich gegen Chile am 1. und 2. Februar um den Einzug ins Weltgruppen-Finalturnier spielt, aus gesundheitlichen Gründen passen. Als zweiter Einzelspieler neben Dennis Novak wird nun Jurij Rodionov nachnominiert.

Wie Thiems Trainer und Manager Günter Bresnik mitteilte, braucht sein Schützling auf Anraten des Arztes Johann Pidlich nun "vor allem Ruhe, um vollständig zu regenerieren". Zumindest aber konnte Pidlich nach ersten eingehenden Untersuchungen Entwarnung geben. "Dominic wird sehr bald wieder seine alte Leistungsfähigkeit und vor allem die für einen Spitzensportler nötige Gesundheit erreichen", sagt Bresnik. Woran der 25-Jährige genau laboriert, konnte er aber noch nicht sagen. "Er hat nichts am Herz oder an der Lunge und auch die Blutwerte sind okay. Wir müssen aber noch rausfinden, warum er in sechs Wochen drei Mal eine starke Verkühlung hatte. Sollte eine Grippe übergangen worden sein, dann ist damit nicht zu spaßen", erklärte Bresnik den SN. Nun stehen weitere Untersuchungen, unter anderen ein Belastungs-EKG, an.

Thiem als "Edelfan", Rodionov als Joker

Ganz verzichten müssen Österreichs Fans auf den Publikumsliebling in der Salzburgarena aber nicht. So kündigte der Weltranglistenachte an seine Kollegen vor Ort unterstützen zu wollen. Auch auf seinen weiteren Turnierplan hat Thiems fehlende eine Auswirkung. Nächste Woche soll er wieder mit leichtem Training beginnen und am 11. Februar, eine Woche später als geplant, in Buenos Aires in die südamerikanische Sandplatztournee einsteigen.

Kapitän Stefan Koubek war einigermaßen überrascht von der Absage des Topstars: "Vor zwei Tagen war Dominic noch sehr zuversichtlich, dass er spielen wird." So sei man nun gegen zwei Top-100-Spieler (Nicolas Jarry und Christian Garin) zwar Außenseiter, aber alles andere als chancenlos. "Ich erinnere an Russland, wo ohne Dominic die Ausgangsposition schlechter war als jetzt und die Jungs groß aufgespielt haben", sagte Koubek. Darauf hofft er in Person von Dennis Novak und Jurij Rodionov, der nachnominiert wird. "Dennis hat es schon bewiesen und Jurij hat so eine Mentalität, dass er vor großem Publikum über sich hinauswachsen kann", sagte Koubek über den 19-jährigen Nationalteamdebütanten, der am Mittwoch beim Challenger in Rennes mit Adrian Mannarino (FRA) die Nummer 42 der Welt besiegte. Jürgen Melzer steht wohl nur im Doppel zur Verfügung.

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