Tennis

Dominic Thiem steht vor seinem Comeback

Die Verletzung im Handgelenk und die folgende mentale Blockade scheinen überwunden zu sein. Kommende Woche soll es auf die südamerikanische Sandplatz-Tournee gehen. Der Druck dort ist groß.

Schwingt die Vorhand wieder voll durch: Dominic Thiem. SN/lapresse via ap
Schwingt die Vorhand wieder voll durch: Dominic Thiem.

Was macht eigentlich Dominic Thiem? Seitdem Österreichs Tennisstar seine für Australien geplante Rückkehr hatte verschieben müssen, ist es ruhig geworden um ihn. Gerüchte, wonach sich sein Comeback abermals verzögern könnte, hat der 28-Jährige nun aber zumindest mit Bildern widerlegt. Thiem postete ein Video vom Training, bei dem von einem lädierten Handgelenk oder einer weiterhin nicht überwundenen mentalen Blockade, die er sich vor Weihnachten noch hatte eingestehen müssen, nichts zu merken ist. Thiem schwingt die Vorhand wieder voll durch.

Insofern sollte der anvisierten Turnierserie in Südamerika nichts im Wege stehen. In Córdoba, Buenos Aires, Rio de Janeiro und Santiago de Chile stehen ab Anfang Februar vier Sandplatzturniere auf seinem Programm. Wie wichtig es sein wird, dass Thiem schnell wieder auf Touren kommt, wird in der Weltrangliste vom 31. Jänner ersichtlich. Weil ihm die Punkte vom Endspiel 2020 aus der Wertung fallen und nur das Achtelfinale von 2021 stehen bleibt, wird Thiem zunächst von Platz 16 auf etwa Rang 40 zurückfallen. In Südamerika muss er zudem 140 Punkte verteidigen. Der Verletztenstatus, die "eingefrorene" Nummer-fünf-Position, hilft ihm dabei nur bedingt, da dieser nur für die Teilnahme, nicht aber für die Setzung bei Turnieren herangezogen wird. Schon in Südamerika könnte es Thiem also mit starken Gegnern in den ersten Runden zu tun bekommen.

Während der Niederösterreicher also mit Trainer Nicolás Massú derzeit in Österreich auf Sand trainiert und kommende Woche Richtung Argentinien fliegen wird, geht der Herrenbewerb der Australian Open ohne Überraschung in die zweite Woche. So erreichten von den Topstars als Erste Rafael Nadal, Alexander Zverev und Matteo Berrettini das Achtelfinale. Vor allem der Italiener hatte aber hart zu kämpfen und lieferte sich mit dem spanischen Jungstar Carlos Alcaraz einen mehr als vierstündigen Fünfsatzkrimi, den er nach 2:0-Satzführung schließlich im Match-Tiebreak für sich entschied. Nadal überstand die erste größere Herausforderung und setzte sich in vier Sätzen gegen den Russen Karen Chatschanow durch.

Im Gegensatz dazu könnte es bei den Damen abermals eine Überraschungs-Turniersiegerin geben. So verabschiedete sich etwa Titelverteidigerin Naomi Osaka in Runde drei. Die Japanerin, die vergangenes Jahr wegen Depressionen einige Turniere ausgelassen hatte, unterlag der US-Amerikanerin Amanda Anisimova nach zwei vergebenen Matchbällen 6:4, 3:6, 6:7(5).

3. Runde, Herren: Zverev (GER-3) - Albot (MDA) 6:3, 6:4, 6:4; Nadal (ESP-6) - Chatschanow (RUS-28) 6:3, 6:2, 3:6, 6:1; Berrettini (ITA-7) - Alcaraz (ESP-31) 6:2, 7:6(4), 4:6, 2:6, 7:6(5); Shapovalov (CAN-14) - Opelka (USA-23) 7:6(4), 4:6, 6:3, 6:4; Monfils (FRA-17) - Garin (CHI-16) 7:6(4), 6:1, 6:3.

Damen: Barty (AUS-1) - Giorgi (ITA-30) 6:2, 6:3; Anisimova (USA) - Osaka (JPN-13) 4:6, 6:3, 7:6(5); Krejcikova (CZE-4) - Ostapenko (LAT-26) 2:6, 6:4, 6:4; Sakkari (GRE-5) - Kudermetowa (RUS-28) 6:4, 6:1.

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