Tennis

Dominic Thiem wird in Doha im Viertelfinale entzaubert

Roberto Bautista Agut besiegt Österreichs Tennisstar in einem großartigen Duell in drei Sätzen. Auch Roger Federer verlor, war danach aber "richtig, richtig glücklich".

Das stark besetzte ATP-250-Turnier in Doha hat im Viertelfinale seine beiden Topstars verloren. Zunächst unterlag Roger Federer bei seinem Comeback trotz Matchballs Nikolos Basilaschwili, dann musste sich Dominic Thiem in einem hochklassigen Schlagabtausch Roberto Bautista Agut 6:7(3), 6:2, 4:6 geschlagen geben. Für beide geht es kommende Woche beim 500er-Event in Dubai weiter.

Im von Beginn an sehr intensiven Duell konnte Thiem aus einem frühen Break kein Kapital schlagen. Bei 4:5 wehrte er noch einen Satzball ab, im Tiebreak hatte der wie gewohnt nahezu fehlerlose Spanier dann das bessere Ende für sich. Doch Thiem steigerte sein Level, setzte den Weltranglisten-13. unter Druck, punktete oft spektakulär und variantenreich und schaffte den Satzausgleich. Allen voran die Rückhand-Longline, seine "neue Waffe", schien Thiem auf die Siegerstraße zu bringen. Dass jedes Game umkämpft und das Spiel so auf Messers Schneide blieb, lag am ebenfalls bärenstarken Gegner. Beinahe jeder Ballwechsel wurde mit einem Winner beendet. Bautista Agut ging 4:2 und 5:3 in Führung - eine letztlich zu große Hypothek für Österreichs Tennisstar.

"Es war wirklich unglaublich"

"Roberto gibt dir einfach keinen leichten Punkt. Ich habe vielleicht den einen oder anderen teuren Fehler gemacht, aber insgesamt bin ich zufrieden. Es war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung", sagte der 27-jährige Niederösterreicher. "Das war großartig. Wir haben beide 120 Prozent gegeben, es war wirklich unglaublich", sagte Bautista Agut, der 2019 in Katar (nach einem Sieg über Novak Djoković) den Titel holte und nun auf Andrej Rublew trifft. Der Russe steht nach einem Freilos und zwei Nichtantreten seiner Gegner kampflos im Halbfinale.

Auch Roger Federer lieferte in seinem zweiten Match nach 405 Tagen Turnierpause Unterhaltung und Spannung. Der 39-jährige Superstar musste sich dem Georgier Nikolos Basilaschwili aber 6:3, 1:6, 5:7 geschlagen geben. Dabei hatte Federer, der gegen Ende des zweiten Dreisatzkrimis innerhalb von 24 Stunden etwas müde wirkte, bei 5:4 sogar Matchball. Wenig später kassierte er das vorentscheidende Break zum 5:6, das sich der Weltranglisten-42. nicht mehr nehmen ließ. Federer war aber alles andere als enttäuscht: "Ich bin zufrieden, wie ich gespielt habe. Es war eine wirklich, wirklich positive Rückkehr auf die Tour. Ich bin glücklich."

Ein Österreicher steht im Endspiel. Doppel-Spezialist Philipp Oswald besiegte an der Seite des Neuseeländers Marcus Daniell die topgesetzten Kolumbianer Sebastián Cabal und Robert Farah 6:3, 6:4 und spielt damit am Freitagabend um seinen neunten ATP-Titel.

Das Spiel im Liveticker:

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