Tennis

Ex-Daviscupper Mild: Das heimische Tennis braucht frische Akzente

Der Salzburger Daviscup-Spieler Gerald Mild will mehr erfahrene Spieler in den Reihen des Österreichischen Tennisverbands.

Was für mich nach dem Davis Cup in Erinnerung bleibt? Erst einmal die riesige Stimmung in der Salzburg Arena, die wohl der "eingefleischte" Salzburger in dieser Dimension nicht erwartet hätte. Trotz der knappen 2:3-Niederlage unseres Teams gegen Chile, die am Ende sehr geschmerzt hat. Und dann die politische Einigkeit in Stadt und Land, die erst zu diesem sportlichen Leckerbissen geführt hat. Das haben wir in den letzten Jahrzehnten in Salzburg so vermisst und das könnte jetzt den zusätzlichen Schwung für weitere sportliche Veranstaltungen bringen.

Sportlich und finanziell wurde eine große Chance vergeben, sich mit den besten Tennisnationen der Welt im November zu messen. Mit Dominic Thiem - warum auch immer er abgesagt hat - hätten wir im Kreis der Großen mit Sicherheit bestehen können. Für den Österreichischen Tennisverband schmerzt das Aus besonders: Denn mit den 300.000 Euro, die der Verband allein für das Antreten im November erhalten hätte, hätte man sich einen Sportdirektor und qualifizierte Touring-Coaches leisten können. Und der eine oder andere Sieg wäre drinnen gewesen - mit noch mehr Prämien.

Das heimische Tennis braucht jetzt frische Akzente. Mit dem insgesamt doch positiven Schwung im Davis Cup im Rücken. Warum nicht erfahrene Spieler wie Julian Knowle oder Jürgen Melzer für Aufgaben im heimischen Verband gewinnen? Sie hätten neben ihren Doppelturnieren doch genügend Zeit, sich den Talenten im Verband zu widmen, ihre Erfahrungen weiterzugeben. Da vermisse ich eine Kooperationsbereitschaft vonseiten des ÖTV. Aber es ist noch nicht zu spät.

Quelle: SN

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