Tennis

Muguruza, Kontaveit und Raducanu in Melbourne schon out

Masters-Siegerin Garbine Muguruza und -Finalistin Anett Kontaveit sowie US-Open-Siegerin Emma Raducanu müssen in Melbourne schon nach Runde zwei der Australian Open die Koffer packen. Die als Nummer 3 gesetzte Spanierin unterlag am Donnerstag der Französin Alizé Cornet mit 3:6,3:6, die Nummer 6 aus Estland machte gegen die 19-jährige Dänin Clara Tauson auch nur sechs Games. Und Raducanu unterlag der Montenegrinerin Danka Kovinic mit 4:6,6:4,3:6.

Kein guter Tag für Masters-Siegerin Muguruza SN/APA/AFP/DAVID GRAY
Kein guter Tag für Masters-Siegerin Muguruza

Muguruza begründete ihr Aus später auch mit einer schlechten Saisonvorbereitung, weil ihr gesamtes Trainerteam positiv auf Corona getestet worden war. "Sie haben alle Covid bekommen, bevor sie hier waren. Wir konnten 15 Tage lang nicht zusammen sein", erklärte die gebürtige Venezolanerin. "Es war ein stressreicher Start ins Jahr."

Alles andere als überzeugend zog die Weltranglisten-Zweite Aryna Sabalenka aus Belarus in die dritte Runde ein: Mit nicht weniger als 19 Doppelfehlern (gleich sechs davon im ersten Game des Spiels) machte sie sich das Leben schwer, ehe sie die Chinesin Wang Xinyu doch in drei Sätzen bezwungen hatte. Zudem verabschiedete Anastasia Pawljutschenkowa (RUS-10) die ehemalige US-Open-Siegerin Samantha Stosur aus Australien mit 6:2,6:2 in die Pension. Zumindest im Einzel, im Doppel ist sie aber noch erfolgreich und bleibt auf der Tour.

Grund zur Freude für die Australier lieferte Wildcard-Spieler Christopher O'Connell, der völlig unerwartet den als Nummer 13 gesetzten Argentinier Diego Schwartzman mit 7:6(6),6:4,6:4 ausschaltete.

Die Nummern 2, 4 und 5 des Männer-Turniers stehen hingegen in der Runde der letzten 32: In der Night Session besiegte US-Open-Champion Daniil Medwedew im Schlager des Tages das australische Enfant terrible, Nick Kyrgios, nach 2:58 Stunden mit 7:6(1),6:4,4:6,6:2. Kyrgios zeigte die üblichen Mätzchen, das Publikum störte immer wieder zwischen den Aufschlägen, und das nahm der Russe den Fans übel. Beim Siegerinterview musste er sich ein Buh-Konzert anhören, weil er sich über einige Fans beschwerte. Später gegenüber Eurosport wurde Medwedew deutlicher: "Es ist ein bisschen enttäuschend, wenn sie so viel Lärm zwischen erstem und zweitem Aufschlag machen. Ich denke, ein paar Leute haben einfach einen geringen IQ."

Auch Stefanos Tsitsipas mühte sich gegen den Argentinier Sebastien Baez ordentlich, ehe er nach 3:22 Stunden mit 7:6(1),6:7(5),6:3,6:4 als Sieger vom Platz ging. Andrej Rublew hingegen überrollte den Litauer Ricardas Berankis beim 6:4,6:2,6:0 in 107 Minuten. Gleich 4:19 Stunden benötigte der als Nummer 9 gesetzte Kanadier Felix Auger-Aliassime beim 7:6(4),6:7(4),7:6(5),7:6(4) über Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien.

Für den sentimentalen Favoriten der Fans kam hingegen ebenso bereits das Aus. Der ehemalige Weltranglisten-Erste Andy Murray verabschiedete sich mit dreimal 4:6 gegen den Japaner Taro Daniel.

Österreichs einziger Beitrag im Doppel ist in der ersten Runde ausgeschieden. Der Vorarlberger Philipp Oswald unterlag an der Seite des Niederländers Matwe Middekoop dem als Nummer 13 gesetzten Duo Raven Klaasen/Ben McLachlan (RSA/JPN) mit 6:7(1),6:3,3:6.

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