Tennis

"Nobody" liefert Thiem in Wien harten Kampf

Österreichs Tennisstar hatte gegen eine groß aufspielende Nummer 529 der Welt zum Stadthallen-Auftakt viel Mühe - ebenso Novak Djokovic.

Novak Djokovic und Dominic haben am Dienstagabend den jeweils ersten von vier Schritten zum Traumfinale beim ATP-500-Turnier in Wien gemacht, hatten dabei aber mehr Arbeit zu verrichten als erwartet. Während das mühevolle 7:6(6), 6:3 des Serben gegen seinen Landsmann Filip Krajinovic nicht allzu überraschend war, wurde Thiem gegen den bislang völlig unbekannten Ukrainer Witali Satschko zur Verwunderung der meisten Fans über weiteste Teile der 1:46-Stunden-Partie auf Augenhöhe gefordert. Mit 6:4, 7:5 zog der Lokalmatador vor 1000 Zuschauern in der Stadthalle schließlich ins Achtelfinale ein, wo am Donnerstag Christian Garin wartet. Der Chilene besiegte den Schweizer Stan Wawrinka.

Es war dies einmal mehr der Beweis der riesigen Dichte im Welttennis. Dass die Nummer 529, die zunächst nur als Ersatz in die Qualifikation gekommen und danach als Lucky Loser für Kei Nishikori eingesprungen war, aber so groß aufspielt, konnte niemand erwarten. "Man hat einmal mehr gesehen, dass hier wirklich jeder sehr gut Tennis spielen kann. Ich hatte Schwierigkeiten in die Partie zu finden, aber mit den letzten Games darf ich sehr zufrieden sein", resümierte Thiem, der im ersten Satz 5:1 und im zweiten Satz 4:1 führte, ehe der krasse Außenseiter jeweils Schwächephasen von Thiem ausnutzte und in seinem ersten ATP-Match über sich hinauswuchs.

Und so wurde aus dem erwarteten Schaulaufen ein guter Test für das Duell mit Garin. "Es war ein unglaubliches Gefühl wieder daheim zu spielen. Vor allem in einer so schwierigen Phase wegen Corona. Die 1000 Leute haben eine sensationelle Stimmung gemacht", freute sich der Weltranglistendritte, der im 2019 hier triumphiert hatte.

Zuvor hatte Djokovic fast zwei Stunden benötigt, um die erste Hürde zu nehmen. Sein Kumpel Krajinovic war vor allem im ersten Satz auf dem Weg zu einer großen Überraschung. Zunächst servierte er bei 5:4 auf die Satzführung, Im Tiebreak ließ er dann ab 6:5 einen Satzball sowie folglich zwei Auflagen aus. "Ich wusste, dass es schwierig wird und war, zumindest im ersten Satz, sicher auch der Glücklichere", sagte die Nummer eins der Welt.

Der 17-fache Grand-Slam-Sieger wird nun bereits am Mittwoch vom Kroaten Borna Coric gefordert. "Ich habe definitiv nicht mein bestes Tennis gespielt und hoffe, dass ich noch ein paar Gänge raufschalten kann. Das braucht es bei diesem Turier, wenn man es gewinnen will", sagte Djokovic.

Mit Stefanos Tsitsipas und Daniil Medwedew steigen am Mittwoch die restlichen zwei der vier Topfavoriten ins Geschehen ein. Am Donnerstag ist dann auch dank Jurij Rodionov "Österreicher-Tag". Der 21-jährige Wiener wittert nach seinem Sensationserfolg über Dennis Shapovalov auch gegen den Briten Daniel Evans seine Chance.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker

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