Dominic Thiem: Die Reaktion eines Großen

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Standpunkt Christian Mortsch

Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer - sie alle hatte Dominic Thiem zuvor schon besiegt und seinen Platz in der absoluten Weltspitze seit drei Jahren sicher. Dennoch fehlte ihm der ganz große Titel. Der war ob seiner Möglichkeiten zwar nur eine Frage der Zeit. Dass er seine bisher wertvollste Trophäe aber ausgerechnet auf Hartplatz und in Anbetracht der Vorzeichen gewinnt, das ist schlichtweg sensationell.

Der 25-Jährige kam körperlich geschwächt, erfolglos und völlig verunsichert nach Indian Wells. Dann kam die Fitness zurück und mit Nicolás Massú ein neuer Mann ins Betreuerteam, damit neue Reize und Motivation. Die Puzzleteile fügten sich in Rekordzeit zusammen, bevor man das auf Sand erhoffen durfte. Von der Körpersprache, der Fitness, den Schlägen in Tempo und Variation bis zur Taktik war beim Finaltriumph über Roger Federer ein Thiem zu sehen wie selten zuvor.

Vom größten Erfolg zu sprechen, damit würde man seinem Finaleinzug in Paris wohl nicht Genüge tun. Aber Dominic Thiem hat den - zu diesem Zeitpunkt völlig unerwarteten - nächsten Schritt gesetzt. Und es war dies nicht sein letzter.

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