Dominic Thiem ist auf dem Weg zum Wien-Triumph nicht aufzuhalten

Österreichs Tennisstar hat bereits bewiesen, dass der Titel bei den Erste Bank Open über ihn führt. In dieser Form, mit diesem Selbstvertrauen und diesem Publikum im Rücken wird ihn keiner auf dem Weg zum Titel stoppen. Auch nicht Matteo Berrettini.

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Standpunkt Christian Mortsch

Die meistgestellte Frage der Fans in dieser Woche: Gewinnt Dominic Thiem das Turnier? Ja.

Das mag eine etwas gewagte Prophezeiung sein und wird definitiv kein Selbstläufer, aber so wie sich die Situation darstellt, war die Chance eben noch nie größer. Und er hat mit seinen ersten drei Auftritten bewiesen, dass ihn diese Möglichkeit mehr befügelt als dass die öffentliche und eigene Erwartungshaltung eine zu große Last sein könnte.

Die ersten zwei Gegner hätten kaum schwierigere Prüfsteine sein können. Und Thiem hat sie in einer Art und Weise aus dem Weg geräumt, dass danach die letzten Zweifel ausgeräumt waren der Heimtriumph könnte ein zu schwieriges Unternehmen sein. Sowohl gegen Jo-Wilfried Tsonga (0:2) als auch gegen Fernando Verdasco (0:4) hatte er noch nie zuvor gewonnen. Beide verlangten ihm wie erwartet auch sehr viel ab. Zwei Mal zeigte Thiem eine Topleistung. Gegen Verdasco bewies er nach Satz-Rückstand sogar, dass ihn schwierige Situationen nicht hemmen, sondern noch stärker spielen lassen.

So wäre ein Aus im Viertelfinale gegen Pablo Carreno Busta (direkte Duelle 6:0) - in der öffentlichen Meinung - bereits eine Sensation gewesen. Obwohl es nur 20 Minuten dauerte, konnte man schon sehen, dass er sich auch in der ganz großen Favoritenrolle wohlfühlt. Das war nicht immer der Fall. Außerdem haben ihm Fitness und Form in den vergangenen Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das ist heuer anders.

Er reitet die Erfolgswelle, die er schon in Asien ins rollen gebracht hatte, weiter. In dieser Form, mit diesem Selbstvertrauen und diesem Publikum im Rücken kann ihn nun auch Matteo Berrettini, der zwar in der Form seines Lebens agiert und Thiems Lauf in Shanghai kurzzeitig beendete, im Halbfinale nicht stoppen.

Noch zwei Siege bis zum ultimativen Heimtriumph.

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