Wintersport

Abfahrt: Kein Österreicher auf dem Podest in Beaver Creek

Weltmeister Beat Feuz gewinnt die Weltcup-Abfahrt von Beaver Creek vor Mauro Caviezel - es ist der erste Schweizer Doppel-Sieg in einer Abfahrt seit fast sieben Jahren. Vincent Kriechmayr wurde als bester ÖSV-Läufer Fünfter.

Beat Feuz war in der Abfahrt von Beaver Creek eine Klasse für sich. SN/GEPA pictures
Beat Feuz war in der Abfahrt von Beaver Creek eine Klasse für sich.

Beat Feuz hat auf der Raubvogel-Piste das größte Gefühl bewiesen. Der Weltmeister feierte auf der diesmal weichen und verkürzten Strecke in Beaver Creek seinen achten Weltcup-Abfahrtssieg. Mauro Caviezel (+0,07 Sek.) sorgte für einen Schweizer Doppelerfolg, während die Österreicher das erste Abfahrts-Podest seit 2013 in Beaver verpassen. Vincent Kriechmayr (0,26) wurde Fünfter.

Feuz durfte nach drei zweiten Plätzen über seinen ersten Abfahrtssieg in Colorado jubeln. Er tat es mit Verzögerung, denn nach seinem Lauf hatte er noch gezweifelt. "Nach meinem Gefühl reicht diese Fahrt nicht für den Sieg", hatte der 31-Jährige gesagt. Er wusste aber auch um einen wichtigen Baustein für seinen Erfolg. "Die Strecke liegt mir schon lange, aber das ekelhafte Flachstück zu Beginn hat mir bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht", meinte Feuz im ORF-TV-Interview. Dieser Abschnitt wurde wegen möglichen Windes und des angekündigten Schneefalls diesmal gestrichen.

Kriechmayr vermochte trotz günstiger Startnummer drei daraus kein Kapital zu schlagen. Der 27-Jährige, der in Colorado im Vorjahr seinen ersten Weltcupsieg gefeiert hatte (Super-G), stufte seinen Fahrstil für diese Bedingungen im Nachhinein als etwas zu aggressiv ein. "Die Piste war sehr weich, das ist ungewohnt für Beaver. Es wäre lockerer gegangen, aber es ist ganz okay." Der Vierte von Lake Louise hatte im oberen Teil schon geglaubt, eingefädelt zu haben, als er ein Tor engstmöglich passierte.

Die ÖSV-Läufer warten damit schon seit 2013 (Hannes Reichelt Zweiter) auf einen Abfahrtspodestplatz in Beaver Creek, der Oberösterreicher Kriechmayr lag 0,18 Sekunden hinter dem drittplatzierten Aksel Lund Svindal. Der Norweger hat vier Abfahrtsrennen auf der Raubvogel-Piste gewonnen, darunter die letzten zwei, und schaffte am Freitag seinen bereits siebenten Podestplatz.

Von den weiteren ÖSV-Läufern schaffte es nur noch Hannes Reichelt (+0,45) als Siebenter in die Top Ten. Max Franz (+0,90), der Saison-Auftaktsieger in Lake Louise, und Matthias Mayer (0,91) landeten an der 13. bzw. 15. Stelle. Otmar Striedinger, der im einzigen Training Bestzeit markiert hatte, büßte 1,16 Sekunden ein.

Quelle: SN

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