Wintersport

Anhörung von Skilangläuferin Johaug wegen Dopingvorwürfen

Die norwegische Skilangläuferin Therese Johaug muss sich seit Mittwoch in Oslo in einer zweitägigen Anhörung Dopingvorwürfen stellen. Der 28-Jährigen droht eine Sperre, nachdem sie im September positiv auf das Steroid Clostebol getestet worden war. Die verbotene Substanz war nach Johaugs Aussage in einer Lippencreme enthalten, die sie benutzt hatte.

Die mehrfache Weltmeisterin hat angegeben, das Steroid durch die Creme unwissentlich in ihren Körper aufgenommen zu haben. Sollte es zu der von mehreren Seiten empfohlenen 14-Monate-Sperre kommen, wäre Johaug bei den Olympischen Winterspielen 2018 wieder startberechtigt. Ein Urteil soll in einem Monat gesprochen werden.

Clostebol ist als anaboles Steroid verboten, unabhängig von der Konzentration im Körper. Am Mittwoch wurde bekannt, dass bei Johaug ein Wert von 13 Nanogramm pro Milliliter ermittelt wurde. Aake Andren-Sandberg, ein Experte der schwedischen Anti-Doping-Agentur, sagte dem norwegischen TV-Sender NRK, dass der Wert etwa tausendmal höher gewesen wäre, wenn das Präparat in Tablettenform eingenommen worden wäre. Auch bei einer Einnahme über längere Zeit wäre demnach der Wert höher ausgefallen.

Johaug ist seit dem 18. Dezember suspendiert. Sie verpasst dadurch auch die Nordischen Weltmeisterschaften ab 22. Februar in Lahti (Finnland).

Quelle: Apa/Dpa

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