Wintersport

Auch für FIS-Chef Kasper zu viele Rennen: "Sind am Limit"

Auch für FIS-Präsident Gian Franco Kasper scheinen aktuell zu viele Rennen im Kalender des alpinen Ski-Weltcups auf. "Wir sind am Limit, keine Frage", sagte der 75-jährige Schweizer am Freitag beim traditionellen Forum Alpinum in Sölden. "Ich stimme zu, dass wir zu viele Rennen haben. Aber die FIS ist nicht da, um Rennen zu verhindern, sondern um sie zu organisieren."

FIS-Präsident Gian Franco Kasper SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
FIS-Präsident Gian Franco Kasper

Die kommende Saison der Alpinskifahrer ist eine ohne Medaillen-Bewerbe und sieht daher im Weltcup besonders viele Rennen vor. Bei den Herren sind es 44, bei den Damen 41. Dazu kommt beim Saisonfinale auch noch ein Mixed-Teambewerb. Gefahren wird außerhalb Europas auch in Nordamerika, China und Japan. "Mit den neuen Events wird es noch schwieriger", gestand Kasper ein. Hilfreich sein könne, die Weltcupkalender künftig bereits auf mehrere Jahr im Voraus festzulegen. "Das hilft den Veranstaltern. Wir müssen aber auch flexibel bleiben."

Kasper wird Ende November dem FIS-Council mitteilen, ob er am Ende seiner aktuell 6. Amtszeit nochmals für das Präsidentenamt des Internationalen Skiverbandes kandidieren wird. Das bestätigte der im Vorjahr für vier Jahre wiedergewählte, 75-jährige Schweizer in Sölden. Kasper ist seit 1998 FIS-Präsident und derzeit auch Ehrenmitglied im IOC.

Diese Mitteilung an das Council ist in der FIS üblich, um den Mitgliedsverbänden die Möglichkeit zu geben, eventuell rechtzeitig Kandidaten zu finden und zu nominieren. Die FIS hat auf Anregung von Kasper eine Art interne "Transparenz"-Kommission eingerichtet. Laut Kasper eine Vereinigung "alter weiser Männer".

Laut dem Langzeit-Funktionär gibt es intern auch Überlegungen, den Begriff "Ski" aus dem Namen des Internationalen Skiverbandes verschwinden zu lassen. Stattdessen könnte "Schneesport" kommen. "Auch deshalb ist es gut, eine Kommission zu haben, die über die Zukunft diskutiert", so Kasper. Er sei zudem sicher, dass Schneesport-Veranstaltungen künftig vermehrt in Hallen eher wahrscheinlich seien. "Da habe ich keine Illusionen."

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