Wintersport

Bob/Skeleton: Heim-Weltcup in Igls als letzter WM-Test

Auf der Olympiabahn von Innsbruck-Igls hat zu Monatsbeginn ein Schichtwechsel eingesetzt. Nach den für Österreichs Athleten mit zwei Gold- und einer Silbermedaille erfolgreichen Weltmeisterschaften der Kunstbahn-Rodler treten nun von Freitag bis Sonntag Bob- und Skeleton-Aktive im vorletzten Saison-Weltcup an. Österreichs Equipe nimmt den Heim-Weltcup mit gemischten Gefühlen in Angriff.

Österreichs Top-Rodler Benjamin Maier und Markus Sammer.  SN/APA/EXPA/JOHANN GRODER
Österreichs Top-Rodler Benjamin Maier und Markus Sammer.

Das betrifft vor allem Benjamin Maier. Den führenden Bob-Piloten des Landes erwischte ausgerechnet vor den Rennen vor den eigenen Fans ein schwerer grippaler Infekt. Am vergangenen Montag hatte der Tiroler wie sein Anschieber Markus Sammer hohes Fieber von bis zu 39 Grad, die beiden waren wohl schon am Wochenende beim Weltcup in Königssee körperlich beeinträchtigt gewesen.

Für Maier reichte es immerhin dennoch zu den Rängen sieben im Zweier und neun im Vierer, wobei sich der Abstand zum Podest mit 26 bzw. 32 Hundertstelsekunden in Grenzen hielt. Wichtig ist das auch in Hinblick auf die WM vom 13. bis 26. Februar ebendort. Die Bayern haben die Titelkämpfe übernommen, nachdem diese Sotschi infolge des russischen Staatsdopingskandals entzogen worden waren.

Maier musste die Trainingsläufe mit sitzendem Start absolvieren, am Donnerstag erhielt er aber vom Arzt die Startfreigabe. Auch die Charakteristik der Bahn kommt dem 22-jährigen EM-Dritten mit seinem fahrerischen Können nicht unbedingt entgegen. "In Igls kommt es viel auf den Start an", erklärte Vater und ÖBSV-Cheftrainer Manfred Maier. "Wenn man körperlich geschwächt ist, ist das natürlich ein Nachteil. Wenn man dann in der Bahn eine Zehntel aufholt, ist das schon gut."

Startrückstand schon in Königssee hatte auch Christina Hengster. Die EM- und Weltcupgesamt-Dritte wird wieder Sanne Dekker im Bob haben. Bei den Weltmeisterschaften hat auch wieder der Verband Mitspracherecht, dann könnte wie beim EM-Bewerb Jennifer Onasanya zum Zug kommen. Die noch bis Samstag 30-jährige Hengster hatte übrigens in Igls vor gut fünf Jahren ihren ersten Weltcup-Podestrang geschafft.

Im Skeleton hat Janine Flock zuletzt in Königssee das Podest mit Rang sieben klar verpasst, im Gesamtweltcup liegt die EM-Zweite zwei Bewerbe vor Schluss jedoch hinter der Deutschen Jacqueline Lölling noch auf Platz zwei. Deren Landsfrau und Weltmeisterin Tina Hermann lauert jedoch nur fünf Zähler hinter der rot-weiß-roten Hoffnung. Flock hat in diesem Winter als Top-Ergebnisse bisher einen Sieg und zwei dritte Plätze verbucht.

Quelle: APA

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